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Protest gegen Fernwärmetrasse Moorburg
Bente Stachowske / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Wichtiger Bestandteil des Kraftwerkes ist die Fernwärmeleitung, die sogenannte Moorburgtrasse. Ohne diese darf das Kohlekraftwerk laut Genehmigung nicht ans Netz gehen. Die von Vattenfall geplante Trasse verläuft vom Kohlekraftwerk Moorburg bis nach Diebsteich. Sie zieht sich auch durch den Gählerpark und auf 1,5 Kilometern durch einen Grünzug. Dort besetzen Aktivisten von Robin Wood und der Bürgerinitiative Moorburg Stoppen mehrere Bäume. Für den Bau der Trasse müssten 379 Bäume geopfert. Die Bürger wurden nicht an der Entscheidung beteiligt. Der BUND hat daher gegen den Bau und das Fällen der Bäume geklagt. Das Verwaltungsgericht Hamburg wies die Klage ab. Nun steht der Baubeginn unmittelbar bevor.

Kraft-Wärme-Kopplung ist an sich eine gute Sache. Sie erhöht die Effizienz der Energienutzung. Besonders sinnvoll ist sie für kleinere, dezentrale Gaskraftwerke. Das Kohlekraftwerk Moorburg aber ist ein überdimensionierter Gigant, der viel mehr Wärme produziert als in Hamburg überhaupt gebraucht wird. So kommt es, dass trotz des Baus der neuen Fernwärmeleitung fast die Hälfte der in Moorburg eingesetzten Energie ungenutzt verpufft, kommentiert Greenpeace-Energieexpertin Anike Peters. Mit Erneuerbaren Energien oder einem hocheffizienten Gaskraftwerk wäre die Hamburger Stromversorgung ebenso gesichert. Und das bei deutlich geringerem CO2-Ausstoß.

Die Aktivisten wollen den Bau des Kohlekraftwerkes verhindern. Der CO2-Ausstoß des Kraftwerkes liegt bei 8,5 Millionen Tonnen jährlich. Damit produziert es in etwa doppelt so viel Treibhausgase wie der gesamte Verkehr der Hansestadt. Ein Großteil der Hamburger Bevölkerung spricht sich gegen den Bau des Kraftwerkes aus. Trotzdem erteilte die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt im September 2008 die Baugenehmigung - mit Auflagen. Im April 2009 hat Vattenfall nun die Bundesrepublik Deutschland vor dem Weltbank-Schiedsgericht in Washington verklagt. Der Grund: Der Energiekonzern empfindet die Umweltauflagen als zu hoch.

Die Verbrennung von Kohle ist die klimaschädlichste Art, Strom zu erzeugen. Steinkohle setzt pro Kilowattstunde mehr als doppelt so viel CO2 frei wie Erdgas. Moorburg würde pro erzeugter Kilowattstunde Strom etwa 710 Gramm CO2 ausstoßen. Das hat auch die schwedische Regierung erkannt, der der Staatskonzern Vattenfall gehört. Sie verlangt von Vattenfall umweltfreundlichere Investitionen und will gegen das Kohlekraftwerk Moorburg vorgehen.

Für den Tag des Baubeginns ruft die Initiative Moorburgtrasse stoppen zu vielfältigen Aktionen auf. Am Tag X um 18 Uhr wird es am Bahnhof Holstenstraße eine Kundgebung mit anschließender Demonstration geben.

Weitere Informationen unter mooburgtrasse-stoppen.de

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