Skip to main content
Jetzt spenden
Frau wechselt Glühlampe aus.
Bas Beentjes / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Der Vorteil an LED-Lampen ist klar: Sie haben eine hohe Lichtausbeute und halten extrem lange. Insgesamt braucht die LED-Lampe rund 80 Prozent weniger Energie als die herkömmliche Glühbirne. Außerdem erreicht die LED-Lampe direkt nach dem Einschalten die richtige Helligkeit.

Allerdings hat die LED-Lampe derzeit noch einen Nachteil: Sie ist die teuerste unter den Alternativen zur Glühbirne. Bedenkt man jedoch die Einsparung der Stromkosten durch LED-Lampen und ihre Lebensdauer, so rentiert sich die Investition in den meisten Fällen. Laut Stiftung Warentest vor allem dann, wenn die Lampen oft und lange brennen.

Energiesparlampen - problematische Übergangslösung

Energiesparlampen wandeln nur 25 Prozent der Energie in Licht um. In der EU lassen sich durch Energiesparlampen schätzungsweise bis zu 28 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden - eine beträchtliche Menge, die das EU-Verbot der Glühlampe begründet. Allerdings sind inzwischen auch viele Probleme bekannt geworden. So dünsten nach neueren Untersuchungen Energiesparlampen Substanzen aus, die zur Stoffklasse Phenole und Kresole gehören und im Verdacht stehen, Krebs zu erregen und das Erbgut zu schädigen. Außerdem wurden Styrol, Naphthalin und Aldehyde gemessen, die Schleimhäute und Bindehäute reizen können. Die Hersteller müssen die Quellen identifizieren und die Herstellung der Lampen so ändern, dass sie giftige Substanzen im Normalbetrieb nicht mehr erzeugen.

Ein weiteres Problem: Immer noch enthalten Energiesparlampen kleine Mengen Quecksilber. Zerbricht die Energielampe, kann sich das schädliche Schwermetall im Raum verteilen. Hier gilt: Ganz schnell die Fenster und Türen öffnen und den Raum gut lüften. Vor allem Kinder sollten den Scherben nicht zu nahe kommen. Und auch von einem Staubsaugereinsatz ist abzuraten, da dieser das Quecksilber im Raum verteilt. Lieber zu Besen und Schaufel greifen. Es gibt allerdings auch Energiesparlampen, die von einer Silikonschicht umhüllt sind, beim Herunterfallen nicht splittern und damit nicht ganz so gefährlich sind. Leider wurde bei der EU-Direktive der Verbraucherschutz vergessen. Auf der Verpackung sollte gut lesbar vor Quecksilber und Elektrosmog gewarnt werden.

Richtig entsorgen

Ausrangierte Energiesparlampen sind Sondermüll und entsprechend zu entsorgen. Derzeit müssen sie zur Rücknahme gebracht werden. Dieser Aufwand für den Verbraucher führt dazu, dass nach Schätzung der Deutschen Umwelthilfe nur zehn Prozent der Energiesparlampen sachgerecht entsorgt werden, der Rest landet im Hausmüll. Also sind Abgabestellen oder Container im alltäglichen Umfeld erforderlich, um zu gewährleisten, dass das Quecksilber nicht in die Umwelt gelangt. Auch ein Pfand auf die Leuchten würde den Rücklauf erheblich steigern. Bis es so weit ist: Unter www.lightcycle.de/ruecknehmer.html gibt es einen Überblick, wo man in seiner Nähe Energiesparlampen entsorgen kann.

Solange Energiesparlampen gesundheitlich bedenkliche oder gefährliche Stoffe enthalten, empfiehlt Greenpeace LED-Lampen. Aber auch für diese muss eine ordentliche Entsorgung sichergestellt werden.

Die Testergebnisse von Stiftung Warentest und weitere Informationen zu Sparlampen gibt es hier: Energiespar­lampen: Bester Ersatz für die 60-Watt-Birne

Mehr zum Thema

Anti-Atom-Protest bei der CSU in München

Energiewende in Bayern

  • 05.04.2023

Die Energiewende könnte Bayern günstigen und klimafreundlichen Strom bringen und den Wirtschaftsstandort sichern. Doch seit Jahren arbeitet die Staatsregierung gegen den Ausbau der Windkraft.

mehr erfahren
Windpark bei Altentreptow in Mecklenburg-Vorpommern

Windkraft

  • 04.04.2023

Windkraft – zweitliebste Energieform in Deutschland. Sie spielt beim grundlegenden Umbau der deutschen Energieversorgung sowohl an Land als auch auf dem Meer eine herausragende Rolle.

mehr erfahren
Licht fällt aus einem Dachfenster

Wärmewende

  • 23.02.2023

Auch Gebäudewärme muss schnell klimaneutral erzeugt werden, wollen wir die Klimaziele schaffen und unabhängig vom Import fossiler Energien werden. Eine Wärmewende muss her, und Greenpeace sagt, wie.

mehr erfahren
Sonnenblume und Windmühle in der Nähe von Wismar in Brandenburg.

Ökostromanbieter

  • 16.12.2022

Wie finde ich den richtigen Stromanbieter? Diese Frage stellen sich viele. Denn Stromgewinnung aus fossiler Energie schädigt das Klima und die Umwelt.

mehr erfahren
Heavy Rain Disaster in Southwest Germany

Ein Jahr nach der Flutkatastrophe

  • 15.07.2022

Im Juli 2021 erlebte das Ahrtal eine beispiellose Flut, die viele Todesopfer forderte. Rainer Doemen hat die Katastrophe erlebt und setzt sich für einen nachhaltigen Wiederaufbau der Region ein.

mehr erfahren
Arbeiter installieren Photovoltaikanlage auf Dach vor Reichstag in Berlin

Viel hilft viel

  • 21.10.2021

Die älteste Leier der deutschen Klimapolitik? „Man darf die Wirtschaft nicht überfordern.“ Nun zeigt eine Greenpeace-Studie: Mehr Klimaschutz schafft Jobs und Wachstum.

mehr erfahren