Skip to main content
Jetzt spenden
Banner an RWE-Zentrale
Britta Radike / Greenpeace

Greenpeace-Aktive protestieren in Essen gegen Entschädigung für RWE

RWE ist der klimaschädlichste Konzern, der im DAX gelistet ist: 2018 verursachte das Unternehmen 125,4 Millionen Tonnen CO2. Im Sinne der deutschen und europäischen Klimaziele muss der Essener Konzern seine Emissionen überdeutlich verringern – statt Strafzahlungen gibt es aber Belohnungen. Für die überfällige und alternativlose Abschaltung dreckigster Braunkohlemeiler lässt sich RWE vom Bund nämlich gründlich entschädigen: 2,6 Milliarden Euro laut eines Vertrags zwischen Bundesregierung und der Braunkohleindustrie, über den am 3. Juli im Bundestag abgestimmt wird.

Gegen diesen Widersinn protestierten heute Morgen Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten an der RWE-Zentrale in Essen, als Signal an die heute stattfindende Hauptversammlung des Konzerns. Vom Dach entrollten sie ein sechs mal acht Meter großes Banner mit der Aufschrift „Keine Steuermilliarden für Klimakiller RWE. Kein Geld für gestern.“

Von der Regierung verkohlt

Während die deutschen Energieversorger trotz ihrer klimapolitischen Misswirtschaft durch das Kohleausstiegsgesetz belohnt werden, fühlen sich Umweltschutzverbände von der Bundesregierung hinters Licht geführt. Das Gesetz, das nächste Woche verabschiedet werden soll, weicht in entscheidenden Punkten vom mühsam ausgehandelten Kompromiss der Kohlekommission ab.

Denn nach Empfehlung der Kommission sollten die von der Abbaggerung betroffenen Dörfer im Rheinischen Braunkohlerevier erhalten bleiben. Der vorliegende Gesetzestext bezeichnet den RWE-Tagebau Garzweiler II allerdings als „energiewirtschaftliche Notwendigkeit“. Für Dörfer wie Keyenberg, Kuckum und Berverath bedeutet das das Ende. Geprüft hat die Bundesregierung das nicht: Grundlage für die Entscheidung sind lediglich die Angaben der Anlagenbetreiber.

„Die Politik hat sich hier vor den RWE-Karren spannen lassen und Konzerninteressen vor den Schutz von Menschen und Klima gestellt”, sagt Karsten Smid, Greenpeace-Experte für Klima. “Wir fordern von RWE trotz der staatlichen Legitimation von seinen irrwitzigen Garzweiler-Plänen absehen, denn die sind weder energiewirtschaftlich nötig, noch ökologisch hinnehmbar.“

Deutschlands Weg zum Atomwaffenverbotsvertrag

Deutschlands Weg zum Atomwaffenverbotsvertrag

22 | DIN A4

233.31 KB

Herunterladen

Mehr zum Thema

Anti-Atom-Protest bei der CSU in München

Energiewende in Bayern

  • 05.04.2023

Die Energiewende könnte Bayern günstigen und klimafreundlichen Strom bringen und den Wirtschaftsstandort sichern. Doch seit Jahren arbeitet die Staatsregierung gegen den Ausbau der Windkraft.

mehr erfahren
Windpark bei Altentreptow in Mecklenburg-Vorpommern

Windkraft

  • 04.04.2023

Windkraft – zweitliebste Energieform in Deutschland. Sie spielt beim grundlegenden Umbau der deutschen Energieversorgung sowohl an Land als auch auf dem Meer eine herausragende Rolle.

mehr erfahren
Licht fällt aus einem Dachfenster

Wärmewende

  • 23.02.2023

Auch Gebäudewärme muss schnell klimaneutral erzeugt werden, wollen wir die Klimaziele schaffen und unabhängig vom Import fossiler Energien werden. Eine Wärmewende muss her, und Greenpeace sagt, wie.

mehr erfahren
Sonnenblume und Windmühle in der Nähe von Wismar in Brandenburg.

Ökostromanbieter

  • 16.12.2022

Wie finde ich den richtigen Stromanbieter? Diese Frage stellen sich viele. Denn Stromgewinnung aus fossiler Energie schädigt das Klima und die Umwelt.

mehr erfahren
Heavy Rain Disaster in Southwest Germany

Ein Jahr nach der Flutkatastrophe

  • 15.07.2022

Im Juli 2021 erlebte das Ahrtal eine beispiellose Flut, die viele Todesopfer forderte. Rainer Doemen hat die Katastrophe erlebt und setzt sich für einen nachhaltigen Wiederaufbau der Region ein.

mehr erfahren
Arbeiter installieren Photovoltaikanlage auf Dach vor Reichstag in Berlin

Viel hilft viel

  • 21.10.2021

Die älteste Leier der deutschen Klimapolitik? „Man darf die Wirtschaft nicht überfordern.“ Nun zeigt eine Greenpeace-Studie: Mehr Klimaschutz schafft Jobs und Wachstum.

mehr erfahren