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Das geplante AKW wird mit 70 Megawatt eine vergleichsweise niedrige Leistung haben. Neu ist, dass es nicht nur Elektrizität, sondern auch Heizwärme liefern soll. Bislang dienten Atomkraftwerke fast ausschließlich der Stromerzeugung. In Deutschland beispielsweise war das AKW Stade das einzige, das zu einem ganz geringen Anteil auch Heizwärme für eine benachbarte Fabrik lieferte.

Sicherheitsbedenken wiesen die russischen Behörden mit Hinweis auf ihre jahrelange Erfahrung zurück: Zu Sowjetzeiten befuhren bereits U-Boote und Eisbrecher mit Nuklearantrieb die Meere. Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace, sieht das anders. Schon an Land gelingt es nicht, ein sicheres AKW zu bauen, bei einem Schiff geht das noch viel weniger.

Schwimmende Atomkraftwerke seien besonderen Gefahren ausgesetzt, sagt Smital. Der Reaktor könne wesentlich beschädigt werden, wenn das Schiff auf Grund laufe oder wenn es zu einer Kollision komme. Durch Feuer oder andere Unfälle.

An Bord eines Schiffes ist wenig Platz für ein solides Containment, das heißt für die Schutzhülle des Reaktors. Es kann also durchaus zu einem GAU kommen, zum Beispiel durch eine Kernschmelze. Dadurch würde schlagartig eine große Menge Radioaktivität in die Umwelt freigesetzt und große Meeresteile wären nicht mehr befischbar, sagt Smital. Und fügt hinzu: Klar, dass die Halbwertzeit der radioaktiven Stoffe auf jeden Fall länger ist als die "Haltbarkeit" des Schiffes.

Greenpeace fordert seit Jahren den Ausstieg aus der Atomtechnologie. Sowohl an Land als auch auf See. Neue Experimente auf Kosten von Umwelt, Gesundheit und Zukunft darf es nicht geben.

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