Skip to main content
Jetzt spenden
Demo Gorleben 2008

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Wir haben uns heute Morgen kurzfristig entschlossen, den Protest in Asse abzubrechen und nach Gorleben zu fahren, sagt Greenpeace-Sprecher Christoph von Lieven. Was im Atommülllager Asse passiert ist, darf sich in Gorleben nicht wiederholen. Es seien dieselben politischen Entscheidungsträger und Gutachter, die sowohl für den Asse-Skandal verantwortlich seien als auch für den Standort Gorleben.

Selbst Mitarbeiter der Asse haben in unserer Gegenwart gesagt, im Nachhinein betrachtet hätte in der Asse niemals Atommüll eingelagert werden dürfen, berichtet von Lieven. Ein solcher Fehler darf sich nicht wiederholen. Der Salzstock Gorleben ist genauso wenig als Endlager geeignet.

{image}In Gorleben demonstrierten am Sonnabend rund fünfzehntausend Atomkraftgegner - darunter 400 Landwirte mit ihren Traktoren - gegen die erneute Einlagerung von Castorbehältern im Zwischenlager Gorleben. Dort schaffen die AKW-Betreiber seit Jahren Fakten, obwohl noch keine Entscheidung über das Endlager Gorleben gefallen ist.

Der Zug mit den Atommüllbehältern ist am Freitag im französischen Valogne losgefahren. Am Samstagabend stand er noch kurz hinter der deutsch-französischen Grenze. Atomgegner haben sich dort am Gleis festbetoniert.

In diesem Jahr ist die Fracht des schwer bewachten Zuges gefährlicher denn je. Um noch mehr Leistung aus den Brennstäben herauszuholen, erhöhen die AKW-Betreiber die Anreicherung mit Uran-235. Das erhöht die Abbrände. Das heißt, die Brennelemente bleiben länger im Reaktor. Gleichzeitig steigt die Wärmeentwicklung. Auch in den störanfälligen alten Reaktoren werden Brennelemente mit immer höher angereichertem Uran eingesetzt.

{image}Hinzu kommt, dass beim diesjährigen Transport ein neuer Behältertyp eingesetzt wird, der französische TN 85. Der vergleichbare Behälter deutscher Herstellung,der HAW 28M, hat bei der Entwicklung deutliche Mängel gezeigt. Er hat noch keine Zulassung.

Während die Atomstromproduzenten die Leistungssteigerung alter Atomreaktoren als Erfolg verkaufen, erhöhen sich die Risiken beim Betrieb und bei der Endlagerung, sagt Greenpeace-Experte Heinz Smital. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, eine Entscheidung gegen die Einlagerung von Atommüll in Salz zu treffen und den Standort Gorleben aufzugeben.

  • Demo Gorleben 2008

    Demo Gorleben 2008

    Überspringe die Bildergalerie
  • Demo Gorleben 2008

    Demo Gorleben 2008

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Jetzt mitmachen

Du willst Teil der Energiewende sein?

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Dann besuche in unserer Mitmach-Community Greenwire die Energiewende-Themengruppe und tausche dich mit Anderen aus, finde weitere Mitmachangebote und erfahre mehr über unsere Kampagnen.

Hier lang zur Themengruppe-Energiewende

Themengruppe auf

Menschen stellen die Energiewende dar - von der Atomkraft zur Windkraft 15.04.2011

Mehr zum Thema

Shut Down of Nuclear Power Plants: AKW Dinosaur in Berlin

Am Ende der Atomkraft

  • 15.04.2023

Welche Wirkung die Gnadenfrist für deutsche Atomkraftwerke hatte, zeigt eine Studie im Auftrag von Greenpeace und Green Planet Energy: kaum eine. Der Abschied von der Atomkraft fällt leicht.

mehr erfahren
Last Resistance Party in Gorleben, Germany

Adieu, Atomkraft

  • 14.04.2023

Nach Jahrzehnten des Protestes steigt Deutschland endlich aus der Atomkraft aus. Roland Hipp, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland, blickt zurück - und mit Freude in die Zukunft.

mehr erfahren
Projection for Final Shutdown at Neckarwestheim NPP

Die Mär von der Renaissance der Atomkraft

  • 05.04.2023

Auch wenn vielerorts eine “Renaissance der Atomkraft” herbeigeredet wird, die Fakten sprechen dagegen: Atomenergie ist in Deutschland, im Rest Europas und weltweit auf dem absteigenden Ast.

mehr erfahren
Projektion zum Atomausstieg am AKW Isar 2

Atomkraftwerke abschalten

  • 03.04.2023

Atomkraft ist nicht nur riskant, sondern auch keine Lösung für die Energiekrise. Vor dem Jahrestag der Fukushima-Katastrophe fordern Greenpeace-Aktivist:innen, die deutschen AKW endlich abzuschalten.

mehr erfahren
"Shut Down"-Projektion am AKW Emsland

Atomausstiegsfest

  • 03.04.2023

Die Vorfreude steigt: Nach jahrzehntelangem Einsatz vieler mutiger Menschen steigt Deutschland endlich aus der Atomkraft aus. Diesen Erfolg wollen wir mit euch feiern. In München und Berlin!

mehr erfahren
Balloons on the 'Plein' at The Hague

Scheinlösung Kernfusion

  • 27.03.2023

Ein technologischer Meilenstein, aber kein Modell für die Zukunft: Warum der gelungene Versuch der Kernfusion nicht die Probleme der Gegenwart löst.

mehr erfahren