Jetzt spenden
Action at IAEA Meeting in Vienna
© Greenpeace / Kurt Prinz

Abrüsten statt drohen – Ein Kommentar von Wolfgang Lohbeck

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Am Freitag beraten die IAEA in Wien und die Münchner Sicherheitskonferenz über die Folgen der iranischen Atompolitik. Greenpeace-Abrüstungsexperte Wolfgang Lohbeck bewertet die aktuelle Lage kritisch.

Dass die IAEA den Fall der iranischen Atompolitik an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen übergeben will, ist falsch. Die Sicherheitskonferenz in München sollte sich klar für realistische Verhandlungspositionen gegenüber dem Iran aussprechen und die Absicht der IAEA zurückweisen.

Die einzig mögliche Lösung sind die nukleare Abrüstung seitens der Atommächte - ohnehin eine bindende Verpflichtung aus dem Atomwaffensperrvertrag - und Initiativen für einen atomwaffenfreien Mittleren Osten unter Einbeziehung Israels. Als erstes sollten alle Phantasien über militärische und insbesondere nukleare Aktionen zurückgewiesen werden. Einseitige Drohgebärden ohne eigene Abrüstungsanstrengungen sind nicht nur heuchlerisch, sie gefährden den Weltfrieden.

Vertrauensbildende Maßnahmen fordert auch der Generalsekretär der IAEA. Aber vertrauensbildende Maßnahmen können nicht von einer Seite allein kommen. Der Westen und insbesondere die Atommächte müssen sich auch an die eigene Nase fassen und ihre eigenen Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag erfüllen. Darin liegt die Chance dieser Sicherheitskonferenz, sich vom Vorwurf zu befreien, eine Veranstaltung von Kriegstreibern und Rüstungslobbyisten zu sein und ihrem Motto Frieden durch Dialog gerecht zu werden.

Zum Weiterlesen

Leuchtendes Friedenszeichen mit hunderten Kerzen am Brandenburger Tor zum Gedenken an den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima.
© Ruben Neugebauer / Greenpeace

Atomwaffen

Überblick

Atombomben sind so schrecklich, dass wir nur hoffen können, dass sie niemals wieder eingesetzt werden. Über 12.000 Atomwaffen gibt es weltweit. Auch in Deutschland lagern welche.

mehr erfahren über Atomwaffen

Alles, was bewegt

Immer auf dem Laufenden bleiben mit unserem Newsletter. Wir informieren über Kampagnen, Mitmachmöglichkeiten und spannende Events und freuen uns, wenn Sie dabei sind!

Newsletter abonnieren

Mehr zum Thema

Demonstration against Right-Wing Extremism in Berlin

10 Tipps zum Schutz der Demokratie

Unsere Demokratie ist bedroht. Zugleich stehen überall Menschen auf, um sie zu verteidigen. 10 Tipps, was jede:r Einzelne für mehr Menschlichkeit und Miteinander und gegen Hass und Hetze tun kann.

mehr erfahren über 10 Tipps zum Schutz der Demokratie
Martin Kaiser mit Regenbogen

Wie weiter nach der Wahl in Sachsen-Anhalt?

Fast jede zweite Stimme in Sachsen-Anhalt ging an eine gesichert rechtsextreme Partei. Greenpeace-Chef Martin Kaiser ist, wie wir alle, schockiert. Warum wir jetzt erst recht weitermachen.

mehr erfahren über Wie weiter nach der Wahl in Sachsen-Anhalt?
Greenpece-Aktiver Henry Schubert vor Greenpeace-Banner

„Die Gemeinschaft gibt mir viel Kraft“

Henry Schubert ist seit 2010 für Greenpeace aktiv. In Magdeburg kommt er dabei mit den Menschen in Kontakt. Ein Gespräch über Engagement in hitzigen Zeiten.

mehr erfahren über „Die Gemeinschaft gibt mir viel Kraft“
Schiffe in der Straße von Hormus

Die wahren Kosten des Kriegs im Iran

Während Öl- und Gaskonzerne Rekordgewinne einstreichen, zahlen andere die Rechnung: mit ihrem Zuhause, ihrer Gesundheit, ihrem Trinkwasser und ihrem Leben.

mehr erfahren über Die wahren Kosten des Kriegs im Iran
Gaza: Ceasefire Now - Action in Madrid

Greenpeace zum Nahostkonflikt

Der Nahostkonflikt bringt unendliches Leid. Greenpeace versucht, Menschlichkeit und Umwelt im Fokus zu behalten. Hier finden Sie unsere Position zum Krieg in Nahost.

mehr erfahren über Greenpeace zum Nahostkonflikt
Italian Tornado at Steadfast Noon Maneuver in Noervenich

Kräftevergleich Nato gegen Russland

Neue Greenpeace-Studie: Die europäischen Nato-Staaten sind Russland auch ohne die USA in wesentlichen militärischen Kategorien überlegen. Aber sie verzetteln sie sich in Kleinstaaterei.

mehr erfahren über Kräftevergleich Nato gegen Russland