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Giftmüllfässer gelagert in einem Keller in Rumänien, September 1992
© Sabine Vielmo / Greenpeace

Ziele - Bewertung - Ausblick

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

August 1986

Der Frachter Khian Sea, beladen mit 14.000 Tonnen giftigen Filterstäuben, verlässt den Hafen von Philadelphia, um den Giftmüll in die Bahamas zu exportieren. Greenpeace informiert die Hafenbehörden über die gefährliche Fracht und erreicht, dass er auf den Bahamas abgewiesen wird. Die Besatzung des Frachters versucht nun 27 Monate lang vergeblich, die Ladung in anderen Häfen zu löschen. Dieser und ähnliche Fälle lassen die Öffentlichkeit aufhorchen.

August 1986

Der Frachter Khian Sea, beladen mit 14.000 Tonnen giftigen Filterstäuben, verlässt den Hafen von Philadelphia, um den Giftmüll in die Bahamas zu exportieren. Greenpeace informiert die Hafenbehörden über die gefährliche Fracht und erreicht, dass er auf den Bahamas abgewiesen wird. Die Besatzung des Frachters versucht nun 27 Monate lang vergeblich, die Ladung in anderen Häfen zu löschen. Dieser und ähnliche Fälle lassen die Öffentlichkeit aufhorchen.

1987:

Greenpeace startet die Kampagne gegen Müllexporte. Die verantwortlichen Industriestaaten sollen Müll vermeiden, statt den giftigen Abfall in andere Länder zu verschieben. Greenpeace recherchiert die Folgen und das Ausmaß der jahrelang praktizierten Müllexporte und etabliert sich mit umfangreichen Dokumentationen als Experte im Kampf gegen Giftmüllexporte.

1987 bis 1989:

Greenpeace nimmt mit Beobachterstatus an den Vorverhandlungen zur Baseler Konvention teil.

1989:

35 Staaten und die Europäische Gemeinschaft verabschieden im Rahmen der Baseler Konvention Kontrollmaßnahmen und eine Rücknahmepflicht für illegal durchgeführte Exporte. Auf ein generelles Exportverbot in Länder mit niedrigen Umweltstandards wollen sich vor allem die beteiligten Industriestaaten, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland, nicht einlassen. Nach diesem unzureichenden Ergebnis der UNEP-Verhandlungen ändert Greenpeace die Strategie und setzt sich in einzelnen Staaten und Weltregionen für Müllhandelsverbote ein.

1990:

Greenpeace deckt auf, dass große Mengen deutschen Giftmülls über die grüne Grenze nach Polen verschoben werden. Daraufhin verschärft die polnische Regierung ihr Importverbot und intensiviert ihre Grenzkontrollen.

Mai 1992:

Die Baseler Konvention tritt in Kraft. Deutschland ist als Weltmeister im Müllexport immer noch kein Mitglied der Konvention.

1992:

In 88 Ländern gelten generelle Importverbote für Giftmüll.

Mai 1992:

Greenpeace deckt den Export von 2.000 Tonnen alter Pestizide aus Deutschland nach Rumänien auf. 465 Tonnen werden in Siebenbürgen aufgespürt. Die Pestizide befinden sich nicht nur in Fässern, sondern auch in Korbflaschen und sogar in Pappschachteln. Ein Teil der giftigen Substanzen sickert bereits ins Grundwasser.

Die Bundesregierung sagt die Rücknahme der Fässer zu, so wie es die Baseler Konvention fordert. Aber nichts geschieht.

September 1992:

Greenpeace beginnt mit ersten Aufräumarbeiten in Rumänien, sichert den Giftmüll und holt eine kleine Menge nach Deutschland zurück. Der LKW wird von der Polizei aufgebrochen und beschlagnahmt.

Ein Ergebnis: Die Bundesregierung schickt ein weiteres Gutachterteam nach Siebenbürgen, um die Umweltauswirkungen der giftigen Pestizide zu untersuchen.

November 1992:

Erste Vertragsstaatenkonferenz der Baseler Konvention. Die Industrienationen blockieren weiterhin ein umfassendes Exportverbot für Giftmüll, auch zum Zweck des Recyclings.

  • Giftmüllfässer in Rumänien gefunden im Februar 1993

    Fässer mit Giftmüll

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  • Pestizid Lager: Die Fässer stammen aus der ehemaligen DDR und wurden nach Albanien verschoben, Februar 1994

    Pestizid Lager

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  • Schiffsfriedhof in China. Arbeiter zerlegen ein Schiff mit Schweissgeräten, August 1999

    Schiffsfriedhof in China

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