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In Fischen, Bergsaiblingen, aus dem 2800 Meter hoch gelegenen Schwarzsee in den österreichischen Ötztaler Alpen fand Greepeace so genannte POPs (schwerabbaubare Dauergifte). Bei einzelnen POPs ergaben die Laboruntersuchungen sehr hohe Giftkonzentrationen in den Hochgebirgsfischen. Darunter befanden sich Dauergifte der jüngsten Generation, wie bromierte Flammschutzmittel, Phthalat-Weichmacher und Chlorparaffine, aber auch die bereits verbotenen Gifte, wie DDT, Toxaphen und PCBs. Die Schadstoffe gelangen über die Atmosphäre in das Gewässer.

Gerade bei Hochgebirgen, die fernab von Städten und Chemieanlagen liegen, erwarten wir reine und unberührte Natur, sagt Manfred Krautter, Chemie-Experte von Greenpeace. Doch besonders diese Regionen werden stark mit Dauergiften belastet. Im internationalen Jahr der Berge muss man für die Alpen Giftalarm geben. Greenpeace fordert ein internationales Verbot für neue Dauergifte. Zudem muss die EU im Rahmen des neuen Chemikalienrechts eine Zulassungspflicht für gefährliche Stoffe einführen. Derzeit reicht es aus, einen neuen Stoff lediglich anzumelden.

Die POPs werden durch einen Mechanismus, die so genannte Globale Destillation, in die kalten Regionen der Erde transportiert: Die Giftstoffe verdunsten in wärmeren Regionen, wandern in der Atmosphäre und frieren über kalten Gebieten aus, wo sie mit dem Schnee niedergehen. In den Hochgebirgen steigt dabei die Belastung mit der Höhe und sinkender Lufttemperatur. Die Dauergifte bauen sich in der Kälte besonders langsam ab und reichern sich in der Nahrungskette stark an.

Dauergifte - Bedrohung für das Leben in den Alpen

Dauergifte - Bedrohung für das Leben in den Alpen

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