Jetzt spenden
Caen_18.3./3

Stoppt die Einfuhr von illegalem Holz nach Europa!

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Greenpeace-Aktivisten haben am Montagabend in Caen/Frankreich ein Schiff erklettert, das illegales Holz aus Amazonien geladen hat. Die Firmen, von denen das Holz stammt, sind für ihre illegalen Aktivitäten im Amazonasgebiet bekannt. Mit der Aktion protestieren die Greenpeacer gegen die Einfuhr von illegalem Urwaldholz nach Europa. Die Aktion wird auch am Dienstag fortgesetzt.

Als die Galina III mit ihren 16.000 Tonnen Ladung in den Hafen von Caen einlief, machten sich Greenpeacer aus Deutschland, Großbritannien, Italien und Chile auf, die Ladekrähne des Frachters zu erobern und sorgten so dafür, dass die Fracht nicht gelöscht werden konnte.

Die Aktivisten wollen auf die führende Rolle Europas bei der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes aufmerksam machen. Die Europäische Union ist der weltweit größte Importeur von brasilianischem Tropenholz. Bisher wird nicht geprüft, ob die Importware aus legalen Quellen kommt.

Die Zerstörung des brasilianischen Urwaldes beschleunigt den globalen Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt, sagt Corinna Hölzel, Urwaldexpertin von Greenpeace. Ein Fünftel der weltweiten Treibhausgasemissionen entsteht durch die Zerstörung der Urwälder. Durch den ungesetzlichen Holzeinschlag werden zudem Gewalt und Korruption in Brasilien gefördert.

Gleichzeitig mit der Aktion ist der Greenpeace-Report Future for Forests veröffentlicht worden, der den Handel mit illegalem Holz aus dem Amazonasgebiet nach Europa aufdeckt. Schätzungsweise 63 bis 80 Prozent des Amazonasholzes ist illegal geerntet.

Die EU muss jetzt ihren wirtschaftlichen Einfluss nutzen und ein Urwaldschutzgesetz verabschieden, das den Handel mit illegalem Holz verhindert, sagt Hölzel. Nur so kann die Zerstörung von Urwäldern und der damit verbundene Klimawandel aufgehalten werden. Die Regierungen Europas müssen sicherstellen, dass nur legal geerntetes Holz und Holz aus ökologischer Waldbewirtschaftung auf den Markt kommt.

Den Eigentümer der Fracht fordert Greenpeace auf, die Holzimporte zurückzuweisen, bis nachgewiesen ist, dass das Holz aus legalen Quellen stammt. Denn die Fracht der Galina III stammt von sechs brasilianischen Firmen, die in Amazonien nachweislich illegal einschlagen lassen und das Holz vom Hafen in Santarem nach Europa exportieren.

Trotz schlechten Wetters verließ die Galina III noch am Abend den Hafen von Caen und fuhr zurück in internationale Gewässer - die Aktivisten noch immer an Bord. Begleitet wird sie vom Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise, dessen Crew genau beobachtet, wohin sich das Schiff mit dem illegalen Holz bewegt.

  • Caen_18.3./2

    Caen_18.3./2

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/offenerbrief-ikea

Keine Ikea-Möbel aus Urwald-Zerstörung!

Ikea wirbt mit Nachhaltigkeit. Aber alte Wälder in Europa zerstören, schadet uns allen. Auch Ihnen. Deshalb fordern wir: Ikea, nimm deine Umwelt-Versprechen ernst. Lass uns gemeinsam Wälder schützen statt zerstören.

Jetzt unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Illegal Logging in the Făgăraș Mountains in Romania

Mehr zum Thema

Mit einem Korb voller “giftiger” Südfrüchte, Schutzanzügen und Gasmasken zeigt ein Greenpeace-Aktivist die Gefahren des Handelsabkommens EU-Mercosur. Der Giftpakt soll europäischen Agro-Chemie-Konzernen ermöglichen, noch mehr gesundheitsschädigende Pestizide in Südamerika zu verkaufen. Mit importiertem Obst wie Papayas oder Melonen landen diese Gifte wiederum bei uns auf den Tellern (03/2023 Wien).

Countdown zum Mercosur-Deal

Nach 25 Jahren steht der umstrittene Handelspakt kurz vor der Besiegelung. Doch der Widerstand bleibt groß. Das EU-Parlament hat nun entschieden, dass dieser kritische Deal vom EUGH geprüft wird.

mehr erfahren über Countdown zum Mercosur-Deal
Amazonas Regenwald

EU sägt am Waldschutzgesetz

Erst versprochen, dann vertagt und schließlich zerfleddert: Das EU-Waldschutzgesetz wird zur traurigen Bescherung. Greenpeace warnt vor einem Kahlschlag beim Klimaschutz.

mehr erfahren über EU sägt am Waldschutzgesetz
Bauer in seinem Soja-Feld

Soja-Industrie schnetzelt Waldschutz

Brasiliens Soja-Moratorium erfährt herben Rückschlag! Das Abkommen gilt als Meilenstein gegen Abholzung und für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes.

mehr erfahren über Soja-Industrie schnetzelt Waldschutz
Drohnenbild der Rainbow Warrior mit Protestplakat "Action Justice Hope" vor dem Regenwald

Alles zur Weltklimakonferenz COP30

Vom 10.-22. November diskutierten die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (UN) auf der Weltklimakonferenz COP30 in Brasilien, wie sie die Klimakrise eindämmen können. Ein Überblick.

mehr erfahren über Alles zur Weltklimakonferenz COP30
"Amazonia" Travelling Letters in Berlin

“Unser aller Überleben hängt vom Amazonas ab”

Die Zerstörung durch Agrarunternehmen ist rasant. Otacir Terena spricht anlässlich der COP30 über verlorene Seen, sterbende Fische und was der Schlüssel zur Rettung des globalen Klimas ist.

mehr erfahren über “Unser aller Überleben hängt vom Amazonas ab”
Faultier in Großaufnahme

So spannend sind die entspannten Tiere!

Am Internationalen Tag des Faultiers feiern wir den Meister der Entschleunigung – mit sechs überraschenden Insights über das wohl gelassenste Tier der Welt.

mehr erfahren über So spannend sind die entspannten Tiere!