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Indonesiens Präsident Susilo Bambang hatte bereits auf dem G8-Gipfel im Juli verkündet, die C02 Emissionen Indonesiens durch Waldrodung bis 2009 um die Hälfte zu reduzieren.

Das Moratorium ist ein erster, wichtiger Schritt, um die Zerstörung der Torfwälder zu stoppen. Alle Beteiligten sind jetzt gefordert, diese Chance zu ergreifen und Maßnahmen für einen langfristigen Schutz des Gebiets durchzusetzen, sagt Arief Wicaksono, Politik-Experte bei Greenpeace Südostasien.

Indonesien steht nach den USA und China an dritter Stelle der weltweit größten CO2-Verursacher. Das ist maßgeblich auf die Zerstörung der Urwälder und Torfgebiete zurückzuführen.

Ein Hauptproblem stellt die Brandrodung der Torfwälder für den Aufbau von Ölpalmplantagen dar. Palmöl ist einer der Hauptbestandteile in vielen Nahrungsmitteln und Kosmetikprodukten, außerdem wird es für die Erzeugung von sogenanntem Bio-Sprit gebraucht.

Etwa 25 Prozent der indonesischen Ölpalmplantagen befinden sich in der Provinz Riau. Plänen zufolge soll die Errichtung solcher Plantagen noch um 200 Prozent gesteigert werden. Dies hätte fatale Folgen für Riaus Torfwälder: 14,6 Millionen Tonnen CO2 würden auf diese Weise freigesetzt - diese Menge entspricht in etwa der weltweiten, jährlichen Gasemission.

Um die indonesischen Urwälder zu bewahren, muss die Regierung ein landesweites Moratorium aussprechen. Nur so können die Brandrodungen und der damit verbundene Artenverlust aufgehalten werden, sagt Zulfahmi, Wald-Experte bei Greenpeace Südostasien.

Ein weiterer Vorschlag um den Ausbau von Ölpalmplantagen zu verhindern, soll im November beim jährlichen Treffen des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) diskutiert werden.

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