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Ministerpräsident Koch macht endlich die notwendige 180-Grad-Drehung in der Kellerwald-Frage. Den zuletzt einstimmigen Ruf aus der Region Kellerwald für einen Nationalpark konnte er nicht mehr ignorieren, sagt Greenpeace-Waldexperte Carsten Rocholl. Das Prädikat Nationalpark ist nicht nur für den Schutz des einmaligen Buchenbestandes wichtig, sondern auch für die Menschen. Der Kellerwald kann nun zu einem Motor für den Tourismus in der gesamten Region werden.

Seit 1986 haben sich lokale und hessische Naturschutzorganisationen um die Einrichtung eines Nationalparks Kellerwald bemüht. Nachdem die hessische Landesregierung das Buchen-Einschlagsmoratorium aufhob und im Winter 1999/2000 uralte Baumriesen fällen ließ, setzte sich Greenpeace verstärkt für einen Nationalpark ein. Mit einem im Oktober 2000 veröffentlichten Rechtsgutachten erwirkte die Umweltschutzorganisation ein unbefristetes Abholzungsverbot. Daraufhin verhängte das hessische Umweltministerium einen unbefristeten Einschlagsstopp für alle Buchen innerhalb eines 5.724 Hektar großen Gebietes.

Jetzt muss geklärt werden, wie der Nationalpark aussehen, geschützt und genutzt werden soll, fordert Rocholl. Für den angekündigten konsequenten Naturschutz muss die künftige hessische Landesregierung Profis für Waldökologie, Naturschutz und Umweltbildung gewinnen, die bald ein schlüssiges Konzept vorlegen können. Greenpeace fordert, den Nationalpark noch dieses Jahr rechtskräftig auszuweisen, damit auch Bund und EU die Region Kellerwald finanziell fördern.

Und schauen Sie sich auch unsere Bilder vom Kellerwald an.

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