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Heute werden Sektkorken knallen, sagte Martin Kaiser, Waldexperte von Greenpeace, vor Ort im Kellerwald. Nach zwei Jahrzehnten politischen Eiertanzes ist der schönste Buchenwald Europas endlich unter Schutz. Schon am Morgen hatte Greenpeace zur Feier des Tages einen Heißluftballon über dem Kellerwald aufsteigen lassen. Seine Aufschrift: Nationalpark Kellerwald. Geht doch. Eine Anspielung auf den Widerstand Kochs und Umweltminister Wilhelm Dietzels (CDU) gegen die Schaffung des Nationalparks.

Koch und Dietzel müssen jetzt ein paar Gänge höher schalten und schnellstens eine professionelle Nationalparkverwaltung aufbauen, forderte Kaiser. Die Wahl des Verwaltungsleiters hatte zuvor für Ärger gesorgt: Der Landesbetrieb Hessenforst, ebenfalls erklärter Gegner des Nationalparks, setzte einen eigenen Kandidaten durch, dessen Wahl aber angefochten wurde.

Greenpeace fordert, dass der Nationalparkleiter nicht nach Parteibuch, sondern ausschließlich nach fachlicher Eignung und in einem öffentlich transparenten Verfahren ausgewählt wird. Zum Team der Nationalparkverwaltung sollten zudem Experten für Waldökologie, Wildtierökologie, Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Öko-Fundraising gehören. Gebraucht werden jetzt integrierte Verkehrs-, Tourismus- und Wirtschaftskonzepte für die Region.

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