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Helsinki-Aktion

Illegaler Holzhandel kennt keine Grenzen

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Regelmäßig passieren LKW mit illegal geschlagenem Holz aus der russischen Region Karelien die finnische Grenze. Gegen diesen Frevel haben Greenpeace-Aktivisten am Dienstag in Helsinki protestiert. Dort treffen sich derzeit die EU-Umweltminister mit Vertretern der russischen Regierung. Die Greenpeacer forderten alle Teilnehmer der Konferenz auf, den Handel mit Holz aus illegalem und zerstörerischem Einschlag endlich zu unterbinden.

An der Greenpeace-Aktion nahm auch Alexander Markowskij von der russisch-karelischen Umweltorganisation SPOK teil. Der größte Teil des Holzes aus der Gegend, in der ich lebe, wird nach Europa exportiert - vor allem nach Finnland, erklärte er. Der Holzeinschlag geschieht ganz oft illegal, aber jeder scheint wegzugucken oder zeigt mit dem Finger auf jemand anderes.

An dem Problem sind beide Seiten beteiligt. In Karelien versäumen es die Behörden, Gesetze zum Schutz des Waldes zu erlassen oder ihre Einhaltung zu erzwingen. Aber die reichen europäischen Länder müssen auch dafür sorgen, dass ihr Verlangen nach billigem Holz unsere Wälder und unsere Lebensweise nicht zerstört, so Markowskij.

Illegaler und zerstörerischer Holzeinschlag ist einer der Hauptgründe für das weltweite Schwinden der letzten Urwälder. Russland ist da keine Ausnahme. Das Schwinden der Wälder wiederum trägt erheblich zum Artensterben bei und fördert zudem den Klimawandel.

Das kriminelle Treiben hat aber auch ökonomische Folgen. Sini Harkki vom nordischen Greenpeace-Büro weist darauf hin, dass der illegale Einschlag den Handel mit legal geschlagenem Holz aus sozialer und ökologisch-nachhaltiger Waldwirtschaft unterminiert. Das Billigholz drückt die Preise, verantwortungsbewussten Holzunternehmen wird das Wasser abgegraben. Und den Regierungen und lokalen Kommunen gehen jedes Jahr Milliarden US-Dollar an Einnahmen verloren.

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