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Auf dem Dach des Geschäftes spannten die Aktivisten ein großes Aktionsbanner mit dem Spruch Urwaldschutz ist Klimaschutz aufgespannt. Zeitgleich sind auf dem Boden weitere Aktivisten damit beschäftigt, das Logo der Firma mit einem großen Plagiat zu überkleben auf dem Urwald in Flammen steht. Auf einem weiteren Transparent war in dicken Lettern zu lesen: Urwaldholz aus Raubbau in Freiburg!. Viele Passanten schauen sich das Szenario ungläubig an - Holz aus Raubbau im grünen Freiburg, der Ökohauptstadt Deutschlands?

Nach etwa 20 Minuten traf auch schon die Polizei ein und schaute dem Treiben zunächst etwas ratlos zu. Doch der Prokurist der Firma stellte Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs und die Polizei forderte die Aktivisten über Megafon auf, das Gelände und das Dach zu verlassen. Falls nicht, drohten die Beamten nach Ablauf von zehn weiteren Minuten zu räumen.

Die Greepeacer aber stellten erneut ihre Forderung. Sie wollten mit der Geschäftsleitung über den Ausstieg aus dem Handel mit Tropenholz aus Raubbau reden. Diese hatte sich bis dahin allen Gesprächsangeboten verweigert. Nach persönlicher Intervention einer zufällig anwesenden Großkundin, die die Aktivisten von ihrem Anliegen überzeugt hatten, gab es doch noch ein Gespräch. Ein Polizist geleitete zwei Aktivisten ins Innere.

Die Standhaftigkeit und Hartnäckigkeit der Greenpeacer hat sich ausgezahlt. Das Gespräch mit der Geschäftsleitung war ein voller Erfolg! Alle Forderungen, die die Greenpeacer mit ihrer Aktion verbunden hatten, werden erfüllt.

Flamme hat zugesagt, Holz aus Raubbau aus ihrem Programm zu nehmen und sich um Ersatz aus heimischen und FSC zertifizierten Tropenhölzern zu bemühen. Das ist doch Grund, die Banner einzurollen und erstmal feiern zu gehen.

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