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Wie jedes Jahr ignoriert Japan internationale Beschlüsse und führt ein Wissenschaftsprogramm durch, dass von keinem namhaften Wissenschaftler unterstützt wird, sagt Thilo Maack, Walexperte bei Greenpeace. Hier geht es nicht um Wissenschaft, die dient nur als Feigenblatt. Hier geht es um Fleisch für den immer kleiner werdenden Walfleischmarkt.

Letztes Jahr haben die Walfänger mit ihrer Forschung 3000 Tonnen Walfleisch für 52 Millionen Dollar vermarktet.

Befürworter des Walfangs behaupten, Wale würden zu viele Fische fressen und so die Fischbestände bedrohen. Wale sind aber ein natürlicher Teil des Ökosystems. Vor hundert Jahren existierten von beiden, Fischen und Walen, eine viel größere Anzahl als heute zu finden sind. Der wahre Grund für einen schlechten Fischfang ist Überfischung, nicht hungrige Wale, sagt Maack.

Im letzten Jahr kündigte auch Island an, wieder Wale für Forschungszwecke fangen zu wollen, darunter auch Exemplare akut bedrohter Arten. 50.000 Menschen beteiligten sich an einer Unterschriftenaktion von Greenpeace dagegen. Dabei versicherten sie, an einem Urlaub in Island interessiert zu sein, wenn das Land seinen Walfang einstellt.

Da der Tourismus in Island zur Haupteinnahmequelle geworden ist, reduzierte Island seine Walfangquote von 250 auf 25 Minke-Wale. Den ersten Wal haben isländische Walfänger erst vor ein paar Tagen gefangen. Greenpeace wird auch weiterhin gegen den isländischen Walfang vorgehen. Auf der IWC vom 19. bis 22. Juli in Italien wird Greenpeace dafür kämpfen, dass das Stillhalteabkommen zum Walfang anerkannt wird.

Den Zwischenerfolg haben wir nur erreicht, weil wir seit Wiederbeginn des isländischen Walfangs kontinuierlich am Thema dran geblieben sind: Mit der Rainbow Warrior vor Ort wie auch durch unspektakuläre Arbeit hinter den Kulissen. Wir sind aber noch immer nicht am Ziel - weiterhin sterben Wale! Helfen Sie, die Jagd auf Wale zu beenden. Werden Sie Fördermitglied - am besten gleich online.

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