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In diesem Jahr standen Diskussionen um ein ecosystem based management auf der Hohen See - den Meeresbereich außerhalb von 200 Seemeilen - und seine Implementierung auf der Tagesordnung. Konkret bedeutet ecosystem based management, dass man versucht - bei Regelungen zur Nutzung der Hohen See - das gesamte Ökosystem zu betrachten und nicht nur einzelne Bereiche davon. Vor allem der Schutz des Ökosystems ist ein wesentlicher Bestandteil. Für Greenpeace ist ein Netzwerk von Schutzgebieten ein entscheidender Baustein dieses Ansatzes.

Sehr positiv zeigte sich die Europäische Union als aktiver Vertreter für ein ecosystem based management und seine Einrichtung. Unterstützend waren hier auch Neuseeland und Australien. Gegner waren - wie nicht anders zu erwarten - vor allem die USA und Japan.

Zweiter Bestandteil der Diskussionen war das Sofortverbot für die Grundschleppnetz-Fischerei auf der Hohen See. Greenpeace sieht dies als dringende Sofortmaßnahme - so lange bis ein ecosystem based management eingerichtet ist.

Im Vergleich zu ihrer aktiven und positiven Rolle bezüglich des ecosystem based management verhielt sich die EU bezüglich des Sofortverbots für die Grundschleppnetz-Fischerei sehr enttäuschend. Spanien - als starker Blockierer - scheint die Position der EU nach wie vor zu bestimmen, obwohl Schweden, Belgien, Österreich und Holland starke Unterstützer eines Moratoriums sind. Auch Deutschland hat sich endlich klar zu einem Sofortverbot für die Grundschleppnetz-Fischerei bekannt und wird dies in den nächsten Tagen öffentlich bestätigen. Dies auch dank Ihrer Unterstützung bei unserer Online-Aktion!

Insgesamt war die Konferenz von wenigen wirklich konstruktiven Diskussionen geprägt. Jedoch sind die verabschiedeten Empfehlungen als kleiner Schritt in die richtige Richtung zu bewerten. Sie müssen aber noch deutlich konkretisiert werden.

Noch immer besteht die Möglichkeit, dass das Sofortverbot der Grundschleppnetz-Fischerei bei der UN-Generalversammlung im Herbst diesen Jahres verabschiedet wird. Dafür werden wir uns weiterhin einsetzen.

Dr. Iris Menn

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