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Über die Hälfte des Bedarfs an Meeresfrüchten, Süß- und Salzwasserfischen wird mittlerweile aus Aquakulturen gedeckt. Was viele Verbraucher nicht wissen: Die Überfischung der Meere wird dadurch weiter vorangetrieben. Viele der Zuchtfische sind Raubfische. Auf ihrem Speiseplan steht - Fisch. Täglich und in ausreichender Menge.

Ein Großteil der eingesetzten Nahrung geht dabei verloren: Für ein Kilo gezüchteten Lachs müssen mehrere Kilo wild gefangener Fisch gefüttert werden. Bei der Thunfischzucht sind sogar 20 Kilo Futter pro Kilo Thunfisch nötig.

Ein weiteres Problem von Aquakulturen ist der Ausbruch von Zuchttieren. Die geflüchteten Tiere vertreiben langfristig die Wildpopulation. Darüber hinaus werden für den Besatz der Zuchten stets Jungfische aus Wildfang eingesetzt. Das ist nicht nachhaltig.

Mit dem massiven Ausbau der Aquakultur sind nicht nur gravierende Auswirkungen für die Umwelt, sondern auch für die lokale Bevölkerung verbunden. So wurden für die intensive Shrimps-Zucht in Asien und Mittelamerika großflächig Mangrovenwälder vernichtet. Deren Funktion als natürliche Wellenbrecher, Kinderstube für zahlreiche Fische und Lieferant für Nahrung, Holz und andere wichtige Güter ging dadurch verloren.

Auf Grund des enormen Bedarfs an Süßwasser wird in diesen Gebieten zudem das Grundwasser knapp. Es versalzt und wird von in der Aquakultur eingesetzten Pestiziden, Desinfektionsmitteln und Antibiotika verunreinigt.

Angesichts dieser gravierenden Folgen sind nachhaltige Kriterien für Aquakulturen unabdingbar. Dazu gehört für Greenpeace:

  • Die Fütterung der in Aquakultur gehaltenen Organismen sollte zunehmend über Pflanzen erfolgen.
  • Auf den Einsatz von Jungfischen aus Wildbeständen ist zu verzichten.
  • Negative Auswirkungen auf die Umwelt sind zu vermeiden.
  • Aquakulturen müssen der lokalen Bevölkerung langfristig wirtschaftlich wie soziale Vorteile bringen.

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