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Deutsches Schleppnetz-Fischereischiff Reiderland fängt Kabeljau. April 2007
Christian Aslund / Greenpeace

WISSENSCHAFT: Nordsee-Kabeljau vor dem Kollaps

Eine aktuelle Studie der Wissenschaftler Froese und Qaas zeigt am konkreten Beispiel des Nordsee-Kabeljaus die Folgen dieses verantwortungslosen Handelns. Der Bestand des Nordsee-Kabeljaus ist außerhalb sicherer biologischer Grenzen, das heißt es wird mehr gefischt als nachwachsen kann. Genauer gesagt: Es wird mehr als dreimal so viel gefischt wie eigentlich optimal und nachhaltig wäre. Seit 2003 empfehlen die Wissenschaftler einen Fangstopp. Beschlossen wurde er nie. Die Folge: die Sub-Population in der südlichen Nordsee ist eventuell kollabiert. Neben der Natur zahlen Industrie, Handel und Verbraucher die Kosten, die durch die Verantwortungslosigkeit der Minister entstehen.

Und die Studie zeigt, dass eine Schließung der Fischerei für beispielsweise drei Jahre zu einer Erholung der Bestände und anschließend zu einem langfristigen wirtschaftlichen Gewinn der Fischindustrie führen würde. Ein Gewinn, der sogar um ein Mehrfaches höher ist als der aktuelle Profit und der Verlust, der sich aus der Schließung der Kabeljau-Fischerei ergeben würde.

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Wenn wir den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels entrinnen und die Vielfalt der Arten erhalten wollen, müssen bis 2030 mindestens 30 Prozent unserer Ozeane strikt unter Schutz stehen. Unterschreibe für ein Meeresschutz-Abkommen!

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