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Frau steht neben McDonald's-Werbetafel. Darauf steht: „Die Hähnchen werden ohne genmodifizierte Futtermittel aufgezogen.“
Frauke Huber/Greenpeace

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McDonald’s Europa ist Umweltschutz zu teuer. Deswegen setzt der Burger-Riese auf gentechnisch veränderte Pflanzen im Tierfutter. Chickenburger und Chicken Nuggets kommen nach 13 Jahren Gentechnikfreiheit nun wieder von mit Gen-Futter gemästeten Hähnchen. Das Fast-Food-Unternehmen nennt dafür wirtschaftliche Gründe. Damit nimmt McDonald‘s den massiven Einsatz von gefährlichen Pestiziden auf den Gen-Sojafeldern, die schleichende Zerstörung der Artenvielfalt und den mangelnden Anwohnerschutz in den Soja-Anbauregionen in Südamerika in Kauf.Aber das muss der Kunde ja nicht wissen. In der selbst ernannten „Einkaufsperle mit Alsterblick“ in der Hamburger Europa-Passage erklärt McDonald’s auf einer großflächigen Werbesäule seine Nachhaltigkeitsstandards. Dort heißt es weiterhin: „Die Hähnchen werden ohne genmodifizierte Futtermittel aufgezogen.“„Es ist eine Sache, dass McDonald’s seine Produkte nicht freiwillig kennzeichnet, wenn Gen-Futter in der Produktion zum Einsatz kam. Es ist aber eine ganz andere Sache, wenn das Unternehmen offensiv damit wirbt, keine Gen-Futtermittel bei Hähnchen zu verwenden. Kommt trotzdem Gen-Soja in der Produktion zum Einsatz, würde man das Verbrauchertäuschung nennen“, sagt Stephanie Töwe, Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin.Während Kunden in Frankreich, Österreich und der Schweiz auch weiterhin Chickenburger und Nuggets ohne Gentechnik erhalten, werden die Verbraucherwünsche hierzulande von der Fast-Food-Kette schlichtweg ignoriert: 79 Prozent der Verbraucher in Deutschland wollen laut einer von Greenpeace im April in Auftrag gegebenen Umfrage keine Hähnchen, die mit Gen-Futter hergestellt wurden. 93 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Geflügelfleisch und Eier entsprechend gekennzeichnet werden sollten, wenn Hühner oder Hähnchen mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert  wurden.  In Deutschland werden über 1,4 Mio. Tonnen Geflügelfleisch jährlich produziert. Mc Donald’s Deutschland verbrauchte im Jahr 2012 angeblich ca. 25. 000 Tonnen Geflügelfleisch. Nur rund 20 Prozent sollen davon aus Deutschland stammen, ein Viertel aus Brasilien und der Rest aus anderen EU-Ländern. Woher das Fleisch für die Chickenburger und Chicken Nuggets im Detail kommt, ist nicht bekannt. Da hält sich das Unternehmen bedeckt. Kein Wunder, wenn man sich die oft unhaltbaren Zustände in den Ställen, den hohen Einsatz von Antibiotika in der Mast und den Einsatz von Gen-Soja im Futtertrog bei den meisten großen Geflügelproduzenten anschaut.Wem das nicht schmeckt, kann das McDonald’s Deutschland auf der Facebook-Seite des Unternehmens an der Pinnwannd mitteilen oder den Protest @McDonald’s Deutschland unter dem Hashtag #GenBurger #Ichwilldasnicht twittern. 

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