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Junge Aktivistinnen protestieren mit Sprechblasen gegen McDonald's
Michael Loewa / Greenpeace

Über 200 Protestaktionen bei Tag und Nacht

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Mitternacht ist längst vorbei. Der späte Hunger treibt Bar- und Clubbesucher, Kinogänger und andere Nachtschwärmer durch die Straßen. Von weitem leuchtet das rot-gelbe McDonald’s-Schild in Münchens Innenstadt. Florian steht in einer grünen Jacke mit Greenpeace-Logo vor der Fast-Food-Filiale, mit einem Stapel roter Flyer, auf denen eine Hühnerkralle den Stinkefinger gegen Massentierhaltung und Gentechnik ausstreckt. Um ihn herum sammeln sich  junge Passanten und wollen wissen, warum der ehrenamtliche Greenpeacer mitten in der Nacht vor der Burgerkette protestiert.  „Es ist erstaunlich, aber nachts entwickeln sich oft die besten Gespräche. Die Menschen fragen nach, wollen mehr wissen, was es mit Gentechnik bei McDonald’s auf sich hat, welche Folgen die Massentierhaltung für unsere Umwelt hat“, erzählt Florian. Er und andere Mitglieder der Greenpeace-Gruppe München standen in den letzten Monaten fast jede Woche vor einer McDonald’s-Filiale in der bayerischen Hauptstadt.

Daumen hoch für die Aktivisten

Über 200 Aktivitäten haben seit Ende 2014 bundesweit in großen und kleinen Städten und Gemeinden stattgefunden. Allein in und um Potsdam waren es 65 Aktivitäten. „Uns ist es wichtig, dass sich McDonald’s in Sachen Gentechnik und Massentierhaltung ändert. Durch die kontinuierlichen kleinen Aktionen vor den Filialen wollen wir zeigen, dass wir erst wieder gehen, wenn der Konzern Verantwortung übernimmt“, sagt Sophie aus Potsdam. Die 20-jährige Studentin der Geo-Ökologie engagiert sich seit zwei Jahren in ihrer Freizeit für Greenpeace.

„Das ist eine unserer großen Stärken: Die vielen tollen Menschen, die Greenpeace ehrenamtlich unterstützen und mit Verbrauchern durch Gespräche in direkten Kontakt treten“, sagt Stephanie Töwe, Landwirtschafts-Expertin von Greenpeace.

Ulrike aus der Greenpeace-Gruppe Tübingen hat schon viele ihrer freien Stunden zwischen Autoabgasen und Burger-Gerüchen vor Filialen der Fast-Food-Kette verbracht. „Viele finden gut, was wir machen, ermuntern uns und strecken den Daumen hoch. Einige McDrive-Besucher sind sogar ohne Burger wieder davongefahren. Das motiviert“, sagt sie.

Fast-Food-Riese unter Druck

Seit McDonald’s im April 2014 erklärte, dass es dem Unternehmen zu teuer sei, auf Gentechnik in der Produktion von Hähnchenfleisch zu verzichten, steht der Fast-Food-Riese unter Druck. Dabei kostete ein Chickenburger nur einen Cent mehr, wenn auf genmanipuliertes Futter verzichtet werden würde. Dass es ohne Gentechnik geht, beweist der deutsche Einzelhandel, der im letzten Jahr immer mehr gentechnikfreie Produkte ins Sortiment aufnahm. Doch die Gentechnik ist nur ein Teil des Problems. Hinter billigem Fleisch aus der Massentierhaltung verstecken sich viele Risiken wie etwa der hohe Einsatz von Antibiotika in den Ställen.

„McDonald’s-Fast-Food kommt uns teuer zu stehen. Die Folgekosten für die Umwelt, das Klima und die Gesundheit zahlen alle, auch diejenigen, die nicht bei McDonald’s essen. Das schmeckt uns nicht!“, sagt Ulrike aus Tübingen. Mit dieser Meinung ist sie nicht alleine. 

  • Greenpeace-Aktivistin protestiert vor McDonald's gegen genmanipulierte Futtermittel

    Kein Gen-Futter für Fast-Food-Hähnchen

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  • Aktivist mit Banner vor McDonald's

    Aktionstag in Hamburg

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Gentechnik und  Massentierhaltung bei  McDonald’s Deutschland

Gentechnik und Massentierhaltung bei McDonald’s Deutschland

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