Skip to main content
Jetzt spenden
Campina GMO maize delivery
Gottfried Stoppel/Greenpeace

Landliebe - ohne Gentechnik

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Sie wollen keine Gentechnik in Lebensmitteln? Dann können Sie ein wenig aufatmen. Landliebe-Produkte werden in Zukunft ohne gentechnisch veränderte Pflanzen im Tierfutter produziert. Das gab Campina, eine der größten Molkereien Deutschlands, am 25. September 2008 bekannt. Ein großer Erfolg der Greenpeace-Kampagne!

Seit 1996 setzt sich Greenpeace international für gentechnikfreie Lebensmittel ein. Und der lange Atem zahlt sich aus. Jetzt sind die anderen Molkereien gefragt, dem guten Beispiel von Landliebe zu folgen.

Landliebe ist eine der bekanntesten Milchmarken in Deutschland. Mit saftigen Weiden und blumigem Landidyll wirbt die Marke für naturnah erzeugte Milch. Doch was viele nicht wissen: Bisher landeten Tag für Tag Gen-Pflanzen im Futtertrog der Milchkühe. Greenpeace hat bei Landliebe-Bauern mehrfach Gen-Soja und Gen-Mais nachgewiesen und einen Fütterungsstopp gefordert. Darüber informierten Greenpeace-Aktivististen die Verbraucher in deutschen Innenstädten und Supermärkten. Tausende Verbraucher unterstützten mit Briefen und Protestpostkarten die Forderung nach einem Verzicht auf Gen-Pflanzen. Mit Erfolg: Landliebe lenkt ein und schließt nun Gen-Soja und Gen-Mais im Futter aus.

Aktueller Standard bei Landliebe

In den Trog kommen ausschließlich in Europa angebaute und gentechnikfreie Futterpflanzen. Auf Soja wird dabei sogar ganz verzichtet. Das hilft den Urwäldern zum Beispiel in Südamerika, die durch den sich ausweitenden Sojaanbau bedroht sind. Auch die Landliebe-Bauern profitieren von der neuen Fütterung ohne Gentechnik: Sie erhalten für die etwas höheren Tierfutterkosten pro Liter Milch einen Cent zusätzlich.

Alle Landliebe-Produkte sollen die Kennzeichnung ohne Gentechnik tragen. Damit können die Verbraucher am Kühlregal erkennen, bei welchen Produkten Gentechnik sicher ausgeschlossen werden kann. Die Fütterung ohne Gentechnik gilt ab sofort für Milch, H-Milch und Schulmilch von Landliebe und findet sich ab Oktober mit dem Siegel ohne Gentechnik in den Supermarktregalen. Die Umstellung und Kennzeichnung der Milchproduktion für Joghurt, Dessert, Butter und Sahne folgt in den nächsten Monaten.

Andere Molkereien müssen nachziehen

Noch immer werden die meisten Kühe in Deutschland mit Tierfutter aus gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert. Die Hersteller der konventionellen Milchmarken Weihenstephan (Müller-Milch), Bärenmarke, Breisgaumilch oder Allgäuland wollen Gen-Pflanzen im Futter ihrer Milchkühe nicht ausschließen. Damit unterstützen die Molkereikonzerne den Anbau von Gen-Pflanzen weltweit und sind mitverantwortlich für die Folgen in Nord- und Südamerika sowie in Europa und Deutschland.

Das können Sie tun:

  • Fordern Sie Molkereien, auf, Gen-Pflanzen aus dem Futtertrog der Milchkühe auszuschließen. Einige Molkereien wie die hessische Upländer Bauernmolkerei oder Marken wie Landliebe machen vor, dass es geht.
  • Achten Sie beim Einkauf auf die Kennzeichnung ohne Gentechnik oder greifen Sie zu biologisch erzeugten Lebensmitteln. Dort sind Gen-Pflanzen in Lebens- und Futtermitteln sowie auf dem Acker tabu.

Petition

https://act.greenpeace.de/umsteuern

0% Mehrwertsteuer auf pflanzliche Lebensmittel!

Einkommensschwachen Haushalten helfen und das Klima schützen: Fordern Sie Bundesfinanzminister Lindner auf, die Mehrwertsteuer auf pflanzliche Lebensmittel abzuschaffen!

Jetzt unterzeichnen

0% vom Ziel erreicht

0 haben mitgemacht

0%

Mehr zum Thema

Protest Against Food in Fuel in Berlin

Wie sich die Agrarindustrie in der Krise bereichert

  • 28.02.2023

Die größten Agrarkonzerne der Welt haben seit 2020 mehr Milliardengewinne gemacht als es bräuchte, um die Grundbedürfnisse der Ärmsten der Welt zu decken.

mehr erfahren
Tisch gedeckt mit vegetarischem Essen

Obst und Gemüse von der Mehrwertsteuer befreien!

  • 20.01.2023

Pflanzliche Lebensmittel von der Mehrwertsteuer zu befreien, wäre gut für das Klima, die Gesundheit und würde Verbraucher:innen finanziell entlasten.

mehr erfahren
Martin Kaiser vor einem Kalb im Stall

Wir brauchen eine Umverteilung

  • 18.01.2023

Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser spricht im Interview vor der Wir-haben-es-satt-Demo über die Bedeutung einer klimagerechten Agrarwende.

mehr erfahren
Cem Özdemir

Starke Worte - schwache Taten

  • 07.12.2022

Nach einem Jahr Landwirtschaftsministerium unter grüner Leitung ziehen wir Bilanz - hat die Agrarpolitik unter Cem Özdemir Fortschritte in punkto Tierwohl, Anbau, und Klimaschutz gemacht?

mehr erfahren
Dirk Zimmermann

Zum Tod von Dirk Zimmermann

  • 09.08.2022

Am 3. August 2022 ist unser Kollege und Freund Dirk Zimmermann viel zu früh, viel zu jung nach schwerer Krankheit gestorben. Ein Nachruf.

mehr erfahren
Dokumentation der Zubereitung von Bio-Mahlzeiten in einem Kindergarten in Altona, Hamburg. Die Mahlzeiten, Frühstück und Mittagessen, werden in einer Küche vor Ort zubereitet. Die Kinder helfen bei der Zubereitung und dem Servieren der Speisen und essen dann gemeinsam in Gruppen.

Warum Städte künftig mehr Bio-Essen anbieten wollen

  • 22.02.2022

Den Anteil an Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Kitas, Schulen und städtischen Kantinen wollen 20 von 27 Städten in Deutschland mit konkreten Zielen erhöhen. Das ergab eine Abfrage von Greenpeace.

mehr erfahren