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Mit der Protestaktion forderte Greenpeace die kanadische Regierung auf, die geplante Zulassung von Gen-Weizen in Nordamerika zu stoppen. Sie stellt eine Gefahr für die Umwelt und für die kanadischen Bauern dar und dient in erster Linie den Interessen des US-amerikanischen Gentech- und Chemie-Konzerns Monsanto. Dessen Gen-Weizen wird auf dem staatlichen Versuchsgelände angebaut.

Der heimliche Feldversuch in Morden, Provinz Manitoba - dem Kernland des kanadischen Weizenanbaus - wird kein Einzelfall bleiben. Vorgesehen sind für das Jahr 2003 Freilandversuche an rund 50 Plätzen in ganz Kanada. Zum Profit von Monsanto.

Greenpeace prangert die enge Kooperation zwischen Monsanto und der kanadischen Regierung scharf an. Greenpeace-Marktexperte Lindsay Keenan sagte: Die Regierungen Kanadas und der USA sollten aus Monsantos zwar einflussreichem aber dahinschwindenden Geschäft aussteigen. Stattdessen sollten sie lieber die Interessen der kanadischen Bevölkerung vertreten. Mit dem Gen-Weizen gerät nicht nur die Umwelt in Gefahr. Er stellt auch ein kommerzielles Desaster für die nordamerikanischen Bauern dar. Der rückläufige Verkauf von Gentech-Getreide auf dem Weltmarkt zeigt, dass die Menschen keine genmanipulierten Bestandteile in ihrem täglichen Brot wollen.

Mit der Forderung eines Verbotes für den Gentech-Weizen steht Greenpeace nicht allein. Auch Verbraucher-, Bauern- und Industrieverbände protestieren gegen den Anbau. Der Canadian Wheat Board (CWB), die führende Vereinigung kanadischer Weizenexporteure, hat Monsanto im Mai 2003 aufgefordert, seinen Antrag auf den Anbau von Gen-Weizen zurückzuziehen. Der Board schätzt, dass bis zu 80 Prozent der Abnehmer auf dem Weltmarkt den Gen-Weizen ablehnen werden. Das gleiche gilt für konventionell oder ökologisch angebauten Weizen, der aber gentechnisch kontaminiert ist.

Monsanto allerdings kümmern die Sorgen von Bauern, Händlern und Verbrauchern nicht. Der Konzern hat die Aufforderung des CWB zurückgewiesen. (sit)

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