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Gen-Maisfratze, August 2002
Greenpeace / Martin Langer

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

"Damit werden alle Gentechnik-Pflanzen von polnischen Feldern verbannt", zeigt sich Dagmar Urban, Gentechnik-Sprecherin bei Greenpeace in Österreich erfreut. "Der jahrelange Widerstand der Konsumenten, Bauernvertreter und Greenpeace zeigt Wirkung: Mit Polen hat ein wichtiges EU-Land den Gentechnik-Anbau verboten. Ein Meilenstein für die europaweite Bewegung gegen die Agro-Gentechnik."

Damit spricht sie Joanna Mis, Gentechnik-Expertin bei Greenpeace Polen, aus dem Herzen: "Das Anbauverbot ist ein historischer Erfolg. Jetzt müssen wir sicherstellen, dass dieses Gesetz auch kontrolliert und eingehalten wird", so Mis.

Seit acht Jahren hat Greenpeace Polen gemeinsam mit anderen Umweltschutzorganisationen, BäuerInnen und WissenschafterInnen auf die Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen hingewiesen. Bereits seit 2005 ist der Handel mit gentechnisch verändertem Saatgut in Polen verboten. Gentech-Saatgut konnte aber im Ausland gekauft und in Polen verwendet werden. Das bestehende Gesetz wurde nun durch die Anbauverbote ersetzt. Auf rund 3.000 Hektar wächst in Polen aktuell der Gentechnik-Mais "MON810".

Die antibiotikaresistente Gen-Kartoffel "Amflora" wurde von Chemie- und Gentechnikkonzern BASF vom europäischen Markt genommen. Auch in Österreich, Deutschland, Frankreich, Ungarn, Luxemburg, Griechenland, Italien und Bulgarien gibt es Anbauverbote für "MON810" beziehungsweise "Amflora".

Die Europäerinnen und Europäer wollen keine Gentechnik-Pflanzen auf ihren Feldern und schon gar nicht auf ihren Tellern. Das hat gute Gründe: Gentech-Pflanzen gehen Hand in Hand mit industrieller Intensivlandwirtschaft und dem Einsatz von Pestiziden. Mögliche gesundheitliche Risiken sind ungeklärt. Die bisher so Gentechnik-freundliche EU-Kommission sollte endlich ihre Politik überdenken und das EU-Zulassungsverfahren grundlegend verbessern.

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