Skip to main content
Jetzt spenden
Reisanbau: Eine Familie zieht Setzlinge auf einer Terrasse für die Verpflanzung.
Greenpeace / Li Mingfu

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Diese Entscheidung ist ein extrem wichtiger Meilenstein, um den riskanten großflächigen Anbau von Gen-Reis in China dauerhaft zu verhindern, sagt Stephanie Töwe, Gentechnikexpertin von Greenpeace. Reis ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel weltweit und der kommerzielle Anbau von Gen-Reis hätte immense Folgen für unsere Ernährung.

China gehört zu den Ursprungsländern des Reisanbaus und ist einer der weltweit größten Reis-Exporteure. Seit 1999 gibt es Versuchsfelder mit Gen-Reis in China. In der Vergangenheit kam es daher immer wieder vor, dass nach Europa importierte Reischargen aus China mit nicht zugelassenem Gen-Reis verunreinigt waren.

Abgesehen davon, dass wir die langfristigen ökologischen und gesundheitlichen Folgen von Gen-Reis noch gar nicht absehen können, hat sich gezeigt, dass der großflächige Anbau von Gen-Reis eine gentechnikfreie Produktion dauerhaft unmöglich machen würde, so Töwe. Damit gäbe es für die Verbraucher keine Wahlfreiheit mehr.

Ein weiteres Problem sind ausländische Patente auf chinesische Gen-Reissorten. Im Falle einer Kommerzialisierung könnten wirtschafltiche Ansprüche geltend gemacht werden, die für Chinas Ernährungssicherheit ein großes Risiko darstellen würden. Reis ist für 1,3 Millarden Chinesen das Hauptnahrungsmittel.

Um Lebensmittelsicherheit und Ernährungssicherung dauerhaft gewährleisten zu können, muss Chinas Regierung mehr Gelder in den Ausbau der nachhaltigen Landwirtschaft stecken, Kleinbauern finanziell stärken und auf modernere Züchtungsmethoden setzen als auf die riskante Gentechnik, fordert Töwe.

Petition

https://act.greenpeace.de/umsteuern

0% Mehrwertsteuer auf pflanzliche Lebensmittel!

Einkommensschwachen Haushalten helfen und das Klima schützen: Fordern Sie Bundesfinanzminister Lindner auf, die Mehrwertsteuer auf pflanzliche Lebensmittel abzuschaffen!

Jetzt unterzeichnen

0% vom Ziel erreicht

0 haben mitgemacht

0%

Mehr zum Thema

Protest Against Food in Fuel in Berlin

Wie sich die Agrarindustrie in der Krise bereichert

  • 28.02.2023

Die größten Agrarkonzerne der Welt haben seit 2020 mehr Milliardengewinne gemacht als es bräuchte, um die Grundbedürfnisse der Ärmsten der Welt zu decken.

mehr erfahren
Tisch gedeckt mit vegetarischem Essen

Obst und Gemüse von der Mehrwertsteuer befreien!

  • 20.01.2023

Pflanzliche Lebensmittel von der Mehrwertsteuer zu befreien, wäre gut für das Klima, die Gesundheit und würde Verbraucher:innen finanziell entlasten.

mehr erfahren
Martin Kaiser vor einem Kalb im Stall

Wir brauchen eine Umverteilung

  • 18.01.2023

Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser spricht im Interview vor der Wir-haben-es-satt-Demo über die Bedeutung einer klimagerechten Agrarwende.

mehr erfahren
Cem Özdemir

Starke Worte - schwache Taten

  • 07.12.2022

Nach einem Jahr Landwirtschaftsministerium unter grüner Leitung ziehen wir Bilanz - hat die Agrarpolitik unter Cem Özdemir Fortschritte in punkto Tierwohl, Anbau, und Klimaschutz gemacht?

mehr erfahren
Dirk Zimmermann

Zum Tod von Dirk Zimmermann

  • 09.08.2022

Am 3. August 2022 ist unser Kollege und Freund Dirk Zimmermann viel zu früh, viel zu jung nach schwerer Krankheit gestorben. Ein Nachruf.

mehr erfahren
Dokumentation der Zubereitung von Bio-Mahlzeiten in einem Kindergarten in Altona, Hamburg. Die Mahlzeiten, Frühstück und Mittagessen, werden in einer Küche vor Ort zubereitet. Die Kinder helfen bei der Zubereitung und dem Servieren der Speisen und essen dann gemeinsam in Gruppen.

Warum Städte künftig mehr Bio-Essen anbieten wollen

  • 22.02.2022

Den Anteil an Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Kitas, Schulen und städtischen Kantinen wollen 20 von 27 Städten in Deutschland mit konkreten Zielen erhöhen. Das ergab eine Abfrage von Greenpeace.

mehr erfahren