Skip to main content
Jetzt spenden
Team 50 Plus against GE Oil in Germany
© Jens Küsters / Greenpeace

Bewusster genießen dank geGENtour

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Bereits am ersten Abend ihrer geGENtour konnten Mitglieder des Team50plus von Greenpeace mehrfach Erfolg verbuchen: In elf Restaurants fanden sie Speiseöl aus Gen-Soja von Sedina und anderen Herstellern. Zehn der Restaurants haben versprochen, zukünftig gentechnikfreies Speiseöl zu verwenden.

Die meisten Gastwirte zeigten sich überrascht. Zwar sind die Zehn-Liter-Flaschen von Sedina, die es nur im Großhandel gibt, gekennzeichnet. Doch der Hinweis wird häufig übersehen - oder ignoriert. So zeigten sich längst nicht alle Gastronomen beim Besuch der Greenpeacerinnen und Greenpeacer auskunftswillig. Zu den zehn positiven Ausnahmen des Abends gehörten die Restaurants Ratskeller, Rive und Paolino.

Die Supermärkte richten sich längst nach den Wünschen der Verbraucher und halten ihre Regale frei von Gen-Food, sagte Ulrike Brendel, Gentechnikexpertin von Greenpeace.Egal ob Pommes Frites, Steak oder Gemüse, Gastwirte sollten bei der Zubereitung ihrer Gerichte auf Gen-Öl von Sedina oder anderen Anbietern verzichten.

Das Team50plus ist seit Donnerstag auf geGENtour. Den Auftakt bildete am Donnerstagnachmittag eine Protestaktion vor der Ölmühle Hamburg, dem Hersteller von Sedina-Öl, gegen die Verarbeitung genmanipulierter Soja. Im Laufe der neuntägigen Fahrt, die bis Süddeutschland führen wird, wollen die Greenpeace-Aktivisten in Restaurants, Imbissbuden, Molkereien und Supermärkten gegen Gentechnik im Essen protestieren und aufklären.

Dabei werden sie Gaststättenbesitzer auf die gesetzlichen Bestimmungen aufmerksam machen. Restaurants müssen bei der Verwendung genmanipulierter Zutaten dies auf der Speisekarte vermerken. Fehlt der Hinweis, machen sich die Wirte strafbar. Es droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.

Anstatt in neue Speisekarten zu investieren, sollten Restaurants lieber auf die Verwendung genmanipulierter Zutaten verzichten. Das ist kein Problem. Selbst Sedina gibt es auch als gentechnikfreies Speiseöl, erklärte Brendel.

Greenpeace ist gegen den Anbau genmanipulierter Pflanzen. Bereits heute sind die ökologischen Schäden durch den Anbau von Gen-Soja weltweit sichtbar. Laut einer Studie des US-Agrarwissenschaftlers Charles Benbrook mussten 2004 auf US-amerikanischen Gen-Sojafeldern 42 Prozent mehr Pflanzenvernichtungsmittel gespritzt werden als auf Feldern mit konventioneller Soja.

Auf den Gen-Sojafeldern in Argentinien rufen die massiven Giftduschen bei den Arbeitern Erbrechen, Durchfall, Hautausschläge und Augenreizungen hervor. Zudem belastet der erhöhte Spritzmitteleinsatz Böden und Gewässer.

Mehr zum Thema

Dirk Zimmermann

Zum Tod von Dirk Zimmermann

  • 09.08.2022

Am 3. August 2022 ist unser Kollege und Freund Dirk Zimmermann viel zu früh, viel zu jung nach schwerer Krankheit gestorben. Ein Nachruf.

mehr erfahren
Organic Meals at Kindergarten in Hamburg

Warum Städte künftig mehr Bio-Essen anbieten wollen

  • 22.02.2022

Den Anteil an Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Kitas, Schulen und städtischen Kantinen wollen 20 von 27 Städten in Deutschland mit konkreten Zielen erhöhen. Das ergab eine Abfrage von Greenpeace.

mehr erfahren
GP1SUQSD Urban Ecological Farming in Auckland

Neue Gentechnik: Positionen des Lebensmittelhandels

  • 31.01.2022

Bisher ist die gentechnikfreie Landwirtschaft in Europa eine Erfolgsgeschichte. Doch mit der Freiheit, sich bewusst gegen Gentechnik im Essen entscheiden zu können, könnte es bald vorbei sein.

mehr erfahren
Protest Against New Pig Farm in Alt Tellin

Umsetzung der EU-Agrarreform – ein Kommentar

  • 16.12.2021

Der Bundesrat besiegelt die nationale Umsetzung einer EU-Agrarreform, die diesen Namen nicht verdient. Milliarden Steuergelder werden ziellos verschwendet. Was die neue Bundesregierung nun tun muss.

mehr erfahren
Cem Özdemir

Landwirtschaftsminister Cem Özdemir - eine Analyse

  • 08.12.2021

Das Landwirtschaftsministerium steht nach fast zwei Jahrzehnten zum zweiten Mal unter grüner Leitung. Was nun zu tun ist - ein Interview mit Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace.

mehr erfahren

Bundesbehörde auf Abwegen

  • 04.10.2021

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit schützt die Gentechnik-Industrie statt die Verbraucher:innen.

mehr erfahren