Jetzt spenden
Agrofuel action at CDU Berlin
Kay Michalak/Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Der Bericht beruht auf der bislang detailliertesten Analyse der weltweiten Lebensmittelkrise. Der renommierte Ökonom Don Mitchell hat den Preisanstieg Monat für Monat verfolgt und mit anderen Faktoren verlinkt: Wie viel Getreide wurde für Sprit statt Nahrung verwendet? Wie viele Bauern haben Ackerflächen für die Agrosprit-Produktion freigestellt? Welchen Einfluss hatten Spekulationen an der Börse?

Die Studie zeigt das ganze Ausmaß des Irrwegs Biosprit, kommentiert Greenpeace-Expertin Ulrike Kallee. Er führt nicht nur zur Abholzung der letzten Urwälder dieser Erde. Er ist auch DER maßgebliche Faktor für die derzeitige Hungerkrise.

Dabei werden derzeit gerade einmal zwei Prozent der weltweiten Anbaufläche für Biosprit-Pflanzen verwendet. In Europa sollen bis zum Jahr 2020 zehn Prozent des Treibstoffs aus Pflanzen gewonnen werden. Greenpeace hat ausgerechnet: Wenn dieses Beispiel Schule macht, sprießen bald auf 14 Prozent der weltweiten Anbaufläche Getreide, Mais, Raps, Soja oder Ölpalmen für Agrosprit.

Dann werden noch mehr Menschen hungern müssen, damit Autofahrer ungehindert Gas geben können. Es ist ein Irrsinn, überdimensionierte deutsche Autos mit sogenanntem Biosprit zu füttern, warnt Kallee. Sie fordert die deutschen Autobauer auf, ihre Spritschlucker endlich aufzugeben. Die EU, allen voran Kanzlerin Merkel, müsse die Beimischung von Agrosprit zu Diesel und Benzin stoppen.

US-Präsident George W. Bush wird die Studie nicht gefallen. Er hatte behauptet, vor allem der höhere Konsum der Inder und Chinesen habe zur Verknappung und damit Verteuerung geführt. Auf dem kommenden G8-Gipfel in Japan wollen sich die Industriestaaten mit den gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreisen auseinandersetzen. Für diese Diskussion kommt die durchgesickerte Weltbank-Studie gerade recht.

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/wasser-schuetzen

Unser Wasser. Unsere Zukunft.

Nitrat im Glas, tote Zonen im Meer: Überdüngung bedroht das Grundwasser und lässt die Ostsee ersticken. Doch anstatt sie zu schützen, will Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) das Düngerecht aufweichen. Jetzt unterschreiben für sauberes Wasser und lebendige Meere!

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Wasserstrahl sprudelt in ein Glas, das auf einem Tisch steht.

Mehr zum Thema

Wasserprobe wird in ein Testgefäß umgefüllt

Greenpeace testet Wasser in Bayern

Landwirtschaftsminister Rainer und weitere hochrangige CSU-Politiker durchlöchern das Düngerecht und schwächen so den Wasserschutz. Greenpeace nimmt Proben in ihrer Heimat.

mehr erfahren über Greenpeace testet Wasser in Bayern
Aktivistin nimmt mit einem an einem langen Stab befestigten Gefäß eine Wasserprobe aus einem Fluss.

Nitrat in Gewässern

Unser Trinkwasser gerät unter Druck, weil zu viel Dünger auf Äckern landet. Greenpeace informiert über mögliche Gesundheitsrisiken und Kosten, testet Gewässer und veröffentlicht die Ergebnisse online.

mehr erfahren über Nitrat in Gewässern
Zwei Hände heben Weizen aus einem Haufen.

EU will Gentechnik deregulieren

Die EU plant, Pflanzen aus Verfahren der Neuen Gentechnik massiv zu deregulieren. Das würde die gentechnikfreie Landwirtschaft, das Vorsorgeprinzip und die Transparenz gefährden.

mehr erfahren über EU will Gentechnik deregulieren
Freiwillige helfen einem Landwirt, auf seiner 100 Quadratmeter großen Farm gentechnisch veränderte Papayas zu beseitigen.

Gentechnik

Neue gentechnische Verfahren in der Pflanzenzucht versprechen ein lukratives Geschäft für die Gentechnik-Industrie. Doch der Einsatz der Agro-Gentechnik birgt unkalkulierbare Risiken.

mehr erfahren über Gentechnik
Traktor versprüht Pestizide auf einer Apfelplantage in Deutschland

Pestizide – Gefahr für Bienen, Mensch und Umwelt

Pestizide sind überall – auf Feldern, in Wäldern und in privaten Gärten. Sie stecken sogar in konventionellem Obst und Gemüse. Gift für Ökosysteme, Artenvielfalt und Menschen.

mehr erfahren über Pestizide – Gefahr für Bienen, Mensch und Umwelt
Drei junge Frauen sitzen an einem mit Getränken und vegetarischen Speisen gedeckten Tisch.

12 Tipps für nachhaltiges Essen

Gutes Essen – was bedeutet das? Dass es lecker ist, na klar. Gesund soll es sein, umweltschonend und fair produziert. Wie das geht? Wir haben 12 Tipps zusammengestellt.

mehr erfahren über 12 Tipps für nachhaltiges Essen