Jetzt spenden
Supermarket
© Greenpeace

Pestizide im Essen - gefährlich und illegal

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Frische Kräuter und Himbeeren sind am stärksten mit verbotenen Pestiziden belastet - nämlich 18 Prozent aller Proben. Gefolgt von Feldsalat, Birnen, Ruccola und Johannisbeeren mit sechs bis acht Prozent. Insgesamt 59 hierzulande und 21 in der EU verbotene Wirkstoffe hat Greenpeace in den behördlichen Untersuchungsdaten aus dem Jahr 2006 gefunden. Drei Viertel der Substanzen gelten als besonders gesundheits- und umweltschädlich.

In Deutschland verspritzen Landwirte und Landwirtinnen in einem unglaublichen Ausmaß illegale und hochgefährliche Pestizide. Viele unserer Bauern und Bäuerinnen betreiben ein dreckiges Geschäft, weil sie mit den illegalen Agrargiften Geld sparen wollen, erklärt Manfred Krautter, Chemieexperte von Greenpeace.

Diese Gifte finden sich im Essen der Verbraucher:innen wieder. Es ist ein Skandal, dass die oberste deutsche Verbraucherschutzbehörde ihre eigenen Labordaten nicht einmal auf illegale Pestizide hin auswertet - geschweige denn sie veröffentlicht. Damit verdunkelt sie diese schweren Rechtsbrüche, statt gegen sie vorzugehen.

Auch auf Nachfrage von Greenpeace war das BVL nicht bereit, alle Testdaten herauszugeben. Über Umwege - das BVL muss die Ergebnisse der EU-Kommission zur Verfügung stellen - konnten wir einen Großteil der Tests auswerten und in dem Bericht Illegale Pestizide in Obst und Gemüse aus Deutschland veröffentlichen.

Immer wieder hat Greenpeace in der Vergangenheit auf mit illegalen Pestiziden belastete Lebensmittel hingewiesen und schon 15 Händler dieser verbotenen Stoffe aufgedeckt. Doch was machen die Agrarminister:innen und ihre Behörden? Statt endlich gegen kriminelle Bauern und Bäuerinnen und Händler vorzugehen, verdunkeln sie noch die Missstände, kritisiert Krautter.

Machen Sie mit: Am 18. und 19. September tagen die Verbraucherschutzminister. Fordern Sie die Verantwortlichen auf, wirksame Maßnahmen gegen das illegale Geschäft mit gefährlichen Lebensmitteln zu beschließen. Fordern Sie auch, dass veröffentlicht wird, wer gegen das Pflanzenschutzrecht verstoßen hat. Hier geht es zur Mitmachaktion.

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/wasser-schuetzen

Unser Wasser. Unsere Zukunft.

Nitrat im Glas, tote Zonen im Meer: Überdüngung bedroht das Grundwasser und lässt die Ostsee ersticken. Doch anstatt sie zu schützen, will Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) das Düngerecht aufweichen. Jetzt unterschreiben für sauberes Wasser und lebendige Meere!

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Wasserstrahl sprudelt in ein Glas, das auf einem Tisch steht.

Mehr zum Thema

Aktivistin nimmt mit einem an einem langen Stab befestigten Gefäß eine Wasserprobe aus einem Fluss.

Nitrat in Gewässern

Die Qualität unseres Trinkwassers gerät unter Druck – weil zu viel Dünger auf Äckern landet. Greenpeace testet Gewässer und veröffentlicht die Ergebnisse in einer Karte. Bürger:innen können mitmachen.

mehr erfahren über Nitrat in Gewässern
Zwei Hände heben Weizen aus einem Haufen.

EU will Gentechnik deregulieren

Die EU plant, Pflanzen aus Verfahren der Neuen Gentechnik massiv zu deregulieren. Das würde die gentechnikfreie Landwirtschaft, das Vorsorgeprinzip und die Transparenz gefährden.

mehr erfahren über EU will Gentechnik deregulieren
Freiwillige helfen einem Landwirt, auf seiner 100 Quadratmeter großen Farm gentechnisch veränderte Papayas zu beseitigen.

Gentechnik

Neue gentechnische Verfahren in der Pflanzenzucht versprechen ein lukratives Geschäft für die Gentechnik-Industrie. Doch der Einsatz der Agro-Gentechnik birgt unkalkulierbare Risiken.

mehr erfahren über Gentechnik
Traktor versprüht Pestizide auf einer Apfelplantage in Deutschland

Pestizide – Gefahr für Bienen, Mensch und Umwelt

Pestizide sind überall – auf Feldern, in Wäldern und in privaten Gärten. Sie stecken sogar in konventionellem Obst und Gemüse. Gift für Ökosysteme, Artenvielfalt und Menschen.

mehr erfahren über Pestizide – Gefahr für Bienen, Mensch und Umwelt
Drei junge Frauen sitzen an einem mit Getränken und vegetarischen Speisen gedeckten Tisch.

12 Tipps für nachhaltiges Essen

Gutes Essen – was bedeutet das? Dass es lecker ist, na klar. Gesund soll es sein, umweltschonend und fair produziert. Wie das geht? Wir haben 12 Tipps zusammengestellt.

mehr erfahren über 12 Tipps für nachhaltiges Essen
Christiane Huxdorff, Staatssekretärin Silvia Bender und Corinna Hölzel vom BUND neben einem überdimensionierten Glyphosat-Kanister.

Glyphosat verbieten

Nach langem Ringen hat die EU das umstrittene Pestizid Glyphosat Ende 2023 weiter zugelassen. Wie Deutschland den Einsatz dennoch begrenzen kann, zeigt ein Bündnis zum Tag der Artenvielfalt.

mehr erfahren über Glyphosat verbieten