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Weinglas
Greenpeace

Pestizide dämpfen Weingenuss

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In der Regel fanden sich mehrere Rückstände in einer Probe. Darunter auch Pestizidwirkstoffe, die als gesundheitlich besonders bedenklich gelten. Bei den Analysen befanden sich u.a. Weinproben aus dem Verkauf der Einzelhandelsketten Lidl und Edeka und den deutschen Anbaugebieten Baden, Württemberg, Rheinhessen, Mosel, Saale Unstrut und der Pfalz.

Mit untersucht wurde auch ein Riesling aus dem Anbau der Abgeordneten des Europäischen Parlaments (EP) Christa Klass. Auch dieser Wein enthielt Pestizidrückstände. Frau Klass ist beim EP als Rapporteurin für die Pestizid-Rahmenrichtlinie tätig.

Greenpeace und die beteiligten NGOs fordern von den Politikern der EU und der EU-Mitgliedsländer, von Lebensmittelproduzenten und dem Lebensmitteleinzelhandel, sicher zu stellen, dass in Zukunft keine gefährlichen Pestizidwirkstoffe mehr zugelassen werden.

Bereits im Februar hat Greenpeace eine Schwarze Liste der Pestizide veröffentlicht, die solche Wirkstoffe benennt. Rückstände dieser Pestizide müssen in Lebensmitteln vermieden werden. Zudem sollten die EU-Länder Pestizidreduktionsprogramme erlassen, die den Pestizideinsatz deutlich verringern.

Trotz allem wollen wir den Weintrinkern unter uns jetzt nicht den völligen Verzicht predigen. Totale Panik ist nicht nötig. Wohldosiert genossen, kann Wein auch weiterhin eine gepflegte Mahlzeit bereichern. Und eine gesunde Dosierung ergibt sich ja schon aus dem Risikofaktor Alkohol. Sollte Ihnen nicht wohl bei der Sache sein, steigen sie einfach auf Bio-Weine um. Die sind in der Regel frei von Pestizidrückständen.

Die Studie ist am Dienstag von PAN Europe in Brüssel veröffentlicht worden. Hier die Gesamtergebnisse.

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