Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Nach den Plänen sollen die direkten Einkommensbeihilfen für Landwirte von 2006 an nach und nach reduziert und nicht mehr länger an Produktionsmengen gekoppelt werden. Allerdings ist die Festlegung eines Förderungshöchstbetrags von 300.000 Euro für große Betriebe vom Tisch. Zahlungen werden an Auflagen für den Umwelt- und Naturschutz geknüpft. So soll nach Vorstellung der Kommission die notorische Überproduktion in der EU beendet werden.

Der Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Alexander Hissting kommentiert die EU-Vorschläge: Das ist keine Reform, sondern in wichtigen Bereichen eine Fortsetzung der bisherigen falschen Subventionspolitik. Für Umweltleistungen der Landwirte wird sehr viel weniger Geld zur Verfügung stehen als ursprünglich angekündigt. Für Tier- und Umweltschutz wird es also keine ausreichenden Mittel geben. An dieser Fehlplanung wird auch die neue direkte Prämienzahlung an Landwirte wenig ändern: Nach wie vor erhalten die Agrarfabriken am meisten Geld. In Grünlandregionen mit viel Weidewirtschaft, wo Landwirte einen wichtigen Beitrag zu Erhalt und Pflege der Umwelt leisten, wird die Produktion dagegen unrentabel.

Unsinnig ist es, gleichzeitig die Milchpreise auf Weltmarktniveau zu drücken und den Milchbauern einen Ausgleich für die zu erwartenden Verluste zu zahlen. Diese Summen fehlen für die Finanzierung von Umweltleistungen. Zu allem Überfluss setzt die EU damit als weltweit größter Exporteur von Milchprodukten den Weltmarkt weiter unter Druck und zerstört lokale Märkte in Ländern, die sich solch eine Subventionsflut wie die EU nicht leisten können.

Greenpeace fordert, die Überproduktion mit all ihren negativen Konsequenzen für in- und ausländische Märkte abzubauen und Umweltleistungen im ländlichen Raum wesentlich stärker zu fördern.

Anmerkungen:

Das Budget für Umweltleistungen der Landwirte ist Teil des Finanzpakets zur allgemeinen Förderung ländlicher Räume (im EU-Jargon: zweite Säule des EU-Agrarhaushalts). Der Betrag wird nur noch etwa 25 Prozent der ursprünglich geplanten Summe ausmachen.

Ende der Gallerie

Petition

https://act.greenpeace.de/umsteuern

0% Mehrwertsteuer auf pflanzliche Lebensmittel!

Einkommensschwachen Haushalten helfen und das Klima schützen: Fordern Sie Bundesfinanzminister Lindner auf, die Mehrwertsteuer auf pflanzliche Lebensmittel abzuschaffen!

Jetzt unterzeichnen

0% vom Ziel erreicht

0 haben mitgemacht

0%

Mehr zum Thema

Traktor versprüht Pestizide auf einer Apfelplantage in Deutschland

Pestizide

  • 14.12.2022

Pestizide sind überall – auf Feldern, in Wäldern und in privaten Gärten. Sie stecken sogar in konventionellem Obst und Gemüse. Gift für Ökosysteme, Artenvielfalt und Menschen.

mehr erfahren
Baking Bread with Animal-Feed Wheat in Germany

Aktion Rettungsbrot

  • 11.10.2022

Aus Futtergetreide lässt sich kein Brot backen? Mit fünf Tonnen Weizen und der Hilfe eines Müllers und eines Bäckermeisters hat Greenpeace den Gegenbeweis angetreten.

mehr erfahren
Tisch gedeckt mit vegetarischem Essen

Wie gesunde Ernährung aufs Klima wirkt

  • 07.09.2022

Eine Ernährung mit weniger Fleisch und Milch würde den Flächenverbrauch in der Landwirtschaft um 40 Prozent reduzieren, zeigt eine neue Greenpeace-Studie.

mehr erfahren
Mähdrescher auf einem großen Weizenfeld in der Ukraine, 2021

Knappes Getreide: EU kann Exportausfälle der Ukraine ausgleichen

  • 05.04.2022

Der Krieg in der Ukraine verknappt das Angebot an Getreide und Pflanzenölen auf dem Weltmarkt. EU-Staaten könnten die Exportausfälle ausgleichen.

mehr erfahren
Flugzeug versprüht Petizide auf einem riesigen Soja-Feld in Brasilien

Vergiftete Doppelstandards

  • 16.11.2021

Deutschland lässt den Export und Vertrieb bienengiftiger Pestizidwirkstoffe nach und in Brasilien zu. Teilweise sind sie aufgrund hoher Risiken in der EU nicht mehr zugelassen.

mehr erfahren
Freiwillige helfen einem Landwirt, auf seiner 100 Quadratmeter großen Farm gentechnisch veränderte Papayas zu beseitigen.

Gentechnik

  • 18.06.2021

Neue gentechnische Verfahren in der Pflanzenzucht versprechen ein lukratives Geschäft für die Gentechnik-Industrie. Doch der Einsatz der Agro-Gentechnik birgt unkalkulierbare Risiken.

mehr erfahren