Skip to main content
Jetzt spenden
photovoltaics  Berlin
Paul Langrock / Agentur Zenit

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die SPD darf ihr Wahlversprechen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke nicht zu verlängern, auf keinen Fall brechen, fordert Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von Greenpeace. Die Sozialdemokraten haben zwar erklärt, sie wollten nicht am Atomkonsens von 2000 rütteln lassen. Aber noch ist das Thema in den Verhandlungen mit der Union nicht eindeutig geklärt.

Seit Beginn der Koalitionsverhandlungen drängen Industrievertreter auf Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken. Greenpeace warnt die Parteien, sich davon beeindrucken zu lassen. Vor allem dürfen ältere Meiler nicht mit üblen Tricks wie der Übertragung von Strommengen länger am Netz bleiben. Unsichere Atomkraftwerke wie Biblis, Neckarwestheim 1 und Brunsbüttel sind in dieser Legislaturperiode abzuschalten, verlangt Behrens.

Die Verbände begrüßten, dass am Erneuerbare-Energien-Gesetz festgehalten werden solle. Die vereinbarte Abschaffung der Eigenheimzulage sei ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung. Dieser Weg müsse konsequent fortgesetzt werden. Weitere umweltschädliche Subventionen müssten abgebaut und Energie-Effizienzprogramme beschlossen werden.

Themen, die bisher in den Verhandlungsrunden keine Rolle gespielt haben, wie der Schutz der Verbraucher vor gefährlichen Chemikalien, die ökologische Verkehrswende und der Erhalt von Naturschutzflächen gehörten dringend auf die Tagesordnung. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Gentechnik.

Die SPD hat zugesagt, dass die Gentechnik nicht durch die Hintertür Einzug in die Landwirtschaft hält. Hier steht nicht nur die Existenzgrundlage der boomenden Biolandwirtschaft auf dem Spiel. Auch die Union muss endlich akzeptieren, dass die Mehrheit der Verbraucher keine Gentechnik in Lebensmitteln will, erklärt Behrens.

Risiko Restlaufzeit - Zusammenfassung

Risiko Restlaufzeit - Zusammenfassung

7 | DIN A5

98.45 KB

Herunterladen

Mehr zum Thema

Deforestation for Farming and Agriculture in Chaco Province, Argentina

Handel auf Kosten der Umwelt

  • 11.05.2022

Handelsabkommen setzen wirtschaftliche Interessen über die von Umweltschutz. Nachhaltigkeitsbewertungen sollen das verbessern, doch eine aktuelle Greenpeace-Studie übt Kritik am aktuellen Modell.

mehr erfahren
"NOT FOR SALE” Banner auf einem Plakat  mit der Weltkugel zur Klimaschutzkonferenz 2021 in Glasgow

Rückblick und Ausblick

  • 17.11.2021

Die Klimakonferenz in Glasgow ist zu Ende. Ob sie eine neue Dynamik entwickelt, wird auch die kommende Bundesregierung zeigen.

mehr erfahren
Probenahme auf einem Spielplatz

Auf den zweiten Blick

  • 28.09.2021

Welchen Schadstoffen ist die Bevölkerung nach der Explosion in Leverkusen ausgesetzt? Nach Greenpeace-Analysen kommt die Entwarnung durch das Landesumweltamt verfrüht.

mehr erfahren
Eisbuchstaben mit "Zukunft" schmelzen vor der EZB

Klimakrise gefährdet Preise

  • 15.09.2021

Extremwetter kosten und belasten so die Preisstabilität im Euro-Raum. Eine Greenpeace-Studie zeigt, was die EZB tun sollte, um trotz Klimakrise ihrer Aufgabe gerecht zu werden.

mehr erfahren
Gianna Martini, Greenpeace-Kampagnerin

Zukunft wählen wir zusammen

  • 20.07.2021

Greenpeace will mit „Vote4me“ die Generationen ins Gespräch bringen. Im Interview erklärt Soziologin Gianna Martini, wie man mit Zuhören das Klima rettet.  

mehr erfahren
Demonstration in Berlin for Germany to Join the UN Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons

Nukleare Abrüstung jetzt!

  • 05.07.2021

2021 ist der UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) in Kraft getreten. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, diesen Meilenstein des Völkerrechts zu unterzeichnen. 

mehr erfahren