Skip to main content
Jetzt spenden
e-waste in China
Natalie Behring / Greenpeace

Greenpeace-Studie vergleicht Umweltverträglichkeit von Elektronikprodukten

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Auf der Suche nach grüner Elektronik forderte Greenpeace im vergangenen Jahr Unternehmen auf, die Daten von maximal drei Geräten (Laptop, Desktop PC, Mobiltelefon, PDA) einzureichen. 14 Unternehmen kamen dem nach. Nicht dabei: Acer, Apple, Asus, Creative, Microsoft, Nintendo, Palm und Sharp.

Insgesamt konnten 37 Produkte bewertet werden. Dabei schnitten der Laptop Sony Vaio TZ11, das Mobiltelefon Sony Ericsson T650i und der PDA P1i von Sony Ericsson am besten ab. Dennoch: Selbst die besten der insgesamt 37 Produkte erfüllen nur gut die Hälfte der von Greenpeace angelegten zehn Kriterien.

Ein wirklich grünes Produkt können uns die Hersteller noch nicht präsentieren, sagt Ulrike Kallee, Chemieexpertin von Greenpeace. Aber es gibt vielversprechende Ansätze. Die IT-Branche ist auf dem richtigen Weg. So enthalten die Geräte von Sony und Sony Ericsson weniger Schwermetalle, bromierte Flammschutzmittel und PVC als die der Konkurrenz. Dell setzt dagegen auf Energieeffizienz. Toshiba schneidet beim Ersatz von Umweltgiften vergleichsweise schlecht ab.

Insbesondere im Hinblick auf grünes Design lassen viele Produkte noch zu wünschen übrig. Nach wie vor produzieren viele Hersteller potenzielle Einwegprodukte, bei denen der Akku teurer ist als ein neues Gerät. Deshalb wächst der Müllberg in dieser Branche schneller als in jeder anderen.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen entstehen jährlich bis zu 50 Millionen Tonnen Elektroschrott. Ein Großteil wird nicht recycelt oder wiederverwertet. In der EU zum Beispiel verschwinden 75 Prozent aller ausrangierten Elektronikgeräte ins Ungewisse. Niemand weiß, ob sie irgendwo gelagert, mit dem normalen Hausmüll entsorgt oder ins Ausland transportiert werden.

Green-IT ist mehr als nur sparsame Geräte. Die Hersteller müssen sich den gesamten Lebensweg ihrer Produkte vornehmen: vom Abbau der Rohstoffe über die Produktion bis hin zur Wiederverwertung der Altgeräte, so Ulrike Kallee.

Greenpeace setzt sich schon seit 2005 für umweltfreundliche Elektronik ein. Zahlreiche Hersteller haben seitdem ihre Umweltrichtlinien geändert. So hat Apple im vergangenen Jahr als Reaktion auf die Greenpeace-Kampagne Green my Apple angekündigt, auf PVC und bromierte Flammschutzmittel zu verzichten. Dell hat Greenpeace zugesichert, ausgediente Geräte in Zukunft zurückzunehmen.

Mehr zum Thema

Zwei Menschen auf Fahrrädern auf einem Radweg

Mobilität bei Greenpeace

  • 23.11.2022

Wie oft und auf welche Weise wir alle uns fortbewegen, hat großen Einfluss auf das Klima.

mehr erfahren
Aktivist:innen pflanzen eine ca. acht Meter hohe Stieleiche an das Ausbauende der umstrittenen A49 in Hessen.  Auf einem Banner steht "Wald statt Asphalt"

Erklärung zur Debatte um die Kriminalisierung von Klimaprotesten

  • 14.11.2022

Gemeinsame Erklärung der Umweltverbände BUND, Campact, DNR, Germanwatch, Greenpeace, Nabu und WWF zur aktuellen Debatte über Formen von Klimaprotest.

mehr erfahren
Deforestation for Farming and Agriculture in Chaco Province, Argentina

Handel auf Kosten der Umwelt

  • 11.05.2022

Handelsabkommen setzen wirtschaftliche Interessen über die von Umweltschutz. Nachhaltigkeitsbewertungen sollen das verbessern, doch eine aktuelle Greenpeace-Studie übt Kritik am aktuellen Modell.

mehr erfahren
Probenahme auf einem Spielplatz

Auf den zweiten Blick

  • 28.09.2021

Welchen Schadstoffen ist die Bevölkerung nach der Explosion in Leverkusen ausgesetzt? Nach Greenpeace-Analysen kommt die Entwarnung durch das Landesumweltamt verfrüht.

mehr erfahren
Gianna Martini, Greenpeace-Kampagnerin

Zukunft wählen wir zusammen

  • 20.07.2021

Greenpeace will mit „Vote4me“ die Generationen ins Gespräch bringen. Im Interview erklärt Soziologin Gianna Martini, wie man mit Zuhören das Klima rettet.  

mehr erfahren
Demonstration in Berlin for Germany to Join the UN Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons

Nukleare Abrüstung jetzt!

  • 05.07.2021

2021 ist der UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) in Kraft getreten. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, diesen Meilenstein des Völkerrechts zu unterzeichnen. 

mehr erfahren