Zusammenarbeit von ASB Hamburg und Greenpeace

Nähen statt Nähe

ASB Hamburg und Greenpeace helfen gemeinsam, den wachsenden Bedarf an Masken zu decken. Über eine Onlineplattform vernetzen sie freiwillige Helfer*innen mit sozialen Einrichtungen.

  • /

Auch wenn die Auslegung von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist – in ganz Deutschland gilt ab Montag eine Form von Maskenpflicht. Zumindest in Bus und Bahn, beim Einkaufen im Einzelhandel oder auf dem Wochenmarkt sollten Sie dann eine einfache Stoffmaske tragen – zum Schutz anderer, weil die Maske vor allem verhindert, dass Sie selbst infektiöse Partikel verteilen. Schließlich können Sie selbst Überträger*in des Coronavirus sein, ohne es zu merken. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran – je mehr Leute sich daran halten, umso wirkungsvoller schützen wir unsere Gemeinschaft.

Zur eigenen Benutzung ist so eine Maske einfach herzustellen – doch es gibt viele Einrichtungen, die ihren hohen Bedarf nicht aus eigener Kraft decken können. Darum hat sich Greenpeace in Hamburg mit dem Arbeiter-Samariter-Bund zusammengetan, um sozialen Initiativen und Organisationen wenigstens diese Sorge abzunehmen. Und zwar indem sie sie mit freiwilligen Helfer*innen vernetzen. Das geht so: Der Arbeiter-Samariter-Bund bringt das zum Nähen der Masken benötigte Material zu den ehrenamtlichen Näher*innen und holt die fertigen Masken auch wieder ab. Greenpeace sterilisiert und verpackt die Masken, damit sie etwa in Obdachlosenheimen und anderen sozialen Einrichtungen gleich eingesetzt werden können. 

Vorerst gibt es das Projekt nur in Hamburg. In den vergangenen Wochen stellte Greenpeace dort bereits Stoffmasken für das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und die Hamburger Obdachlosenhilfe bereit.

Einfach registrieren und mitmachen

>>> Wer Lust hat mitzumachen, findet hier weitere Informationen und kann sich gleich online anmelden. 

„Mit der Plattform ‚Hamburg näht‘ wollen wir den Bedarf sozialer Einrichtungen mit dem Angebot ehrenamtlicher Näherinnen und Näher zusammenbringen“, sagt Michael Sander, Geschäftsführer des ASB Hamburg. Menschen, die sich für den Zusammenhalt unserer Gemeinschaft einsetzen, wie Pfleger*innen und Betreuer*innen, sollten in der Krise gute Arbeitsbedingungen haben – und nicht gezwungen sein, mitunter hohe Preise für eine Selbstverständlichkeit wie Mund-Nasen-Masken zu bezahlen. „Wir wollen dafür sorgen, dass diese Hilfe an den richtigen Stellen ankommt“, sagt Viola Wohlgemuth, Greenpeace-Expertin für Textilien.

Wenn Sie mitmachen wollen, registrieren Sie sich hier. Wenn sie mitmachen wollen, aber noch gar nicht wissen, wie man Masken näht, finden Sie hier eine Anleitung. Und nach wie vor gilt: Um die Ausbreitung der Pandemie aufzuhalten, braucht es jede*n einzelne*n. Bleiben Sie wenn möglich zuhause, halten Sie Abstand und waschen Sie sich 30 Sekunden die Hände, wenn Sie in Kontakt mit Mitmenschen waren. Und auch beim Maske tragen kann man einiges falsch machen – hier lesen Sie unsere Tipps

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Hilfe im Anflug

„Eine Pandemie erfordert Solidarität und Mitgefühl. Wir sitzen alle im selben Boot, unser Hilfsprojekt ist ein Zeichen der Hoffnung." Carol Marçal von Greenpeace Brasilien.

Notwendige Nachjustierung

Seit Greenpeace eine Studie zum Versammlungsschutz veröffentlicht hat, ist die Rechtsprechung versammlungsfreundlicher geworden. Doppelstandards müssen jedoch verhindert werden.

Mitmachen