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Protest an Gazprom-Plattform

Am späten Montagabend protestierten Greenpeace-Aktivisten an der Ölbohrinsel GSP Saturn im Hafen von Ijmuiden in den Niederlanden. Mit der Plattform will Gazprom in Kürze in die Arktis aufbrechen.

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Insgesamt waren dreißig Aktivisten aus fünf Ländern an der GSP Saturn, um gegen die mit der Plattform geplanten Ölbohrungen zu protestieren. Die Aktivisten konnten mehrere Banner an der Außenfassade und einem der stählernen Beine der Plattform anbringen und Kletteraktivisten malten die Forderung "Save The Arctic" an eine Wand auf der Plattform. Die Protestaktion wurde nach 5 Stunden am Dienstagmorgen von der Polizei beendet.

Greenpeace-Ölexperte Jörg Feddern kommentiert: „Die Aktivisten setzen sich im Namen von Millionen Menschen weltweit für den Schutz der Arktis ein. Während der Klimawandel voranschreitet und das Meereis verschwindet, dringt Gazprom immer tiefer in die Arktis vor, um nach mehr Öl zu bohren. Dieses rücksichtslose Verhalten muss ein Ende haben!“

Gazprom will mit der GSP Saturn ein Ölfeld in der Petschorasee ausbeuten. Mit der Ölplattform Prirazlomnaya fördert der russische Staatskonzern hier bereits seit einem halben Jahr Öl. Nach Protesten an dieser Plattform waren im letzten Jahr 28 Aktivisten und zwei Journalisten festgenommen worden, sie mussten zwei Monate in russischer Untersuchungshaft verbringen. Vor drei Wochen protestierten bei der ersten Öllieferung von der Prirazlomnaya achtzig Aktivisten im Hafen von Rotterdam.

Symbol einer Krise

Die GSP Saturn hat bislang keine Ölbohrungen unter den extremen Bedingungen durchgeführt, die in der Petschorasee vorherrschend sind. Auf einen Ölunfall wäre Gazprom nur schlecht vorbereitet, die kürz veröffentlichte Zusammenfassung eines Notfallplans offenbarte grobe Sicherheitsdefizite.

Für die Erschließung weiterer Ölfelder in der Arktis haben Gazprom und Shell im letzten Jahr eine Zusammenarbeit angekündigt. Nach einer Pannenserie pausiert Shell derzeit mit seinen eigenen Bohrprojekten vor der Küste Alaskas.

„Die GPS Saturn ist das Symbol einer Krise. Auf der Jagd nach dem letzten Tropfen Öl machen Ölunternehmen im Westen und Osten gemeinsame Sache. Um der Zukunft unseres Planeten willen müssen wir diese Entwicklung aufhalten und den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren forcieren. Das gebietet der gesunde Menschenverstand,“ so Feddern.

Unterstützen Sie die Aktivisten:

Fordern Sie den Geschäftsführer von Gazprom Germania auf, sich in dem Unternehmen gegen die Offshore-Ölförderung in der Arktis stark zu machen.

Publikationen

Gefahr für die russische Arktis

Im Dezember 2013 hat der russische Energiegigant Gazprom mit der Ölförderung von seiner Ölplattform „Prirazlomnaya“ in der Petschorasee begonnen.

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