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IWC konnte Japan nicht stoppen

Strand von St. Kitts wird zum Walfriedhof

Am letzten Morgen der 58. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) auf St. Kitts haben Greenpeace-Aktivisten einen Walfriedhof vor dem Tagungsgebäude errichtet. Walfluken (Schwanzflossen) mit dem Schriftzug Ruhe in Frieden stehen dort am Strand als Symbole für die fast 1.000 Zwerg- und Finnwale, die im vergangenen Winter im Walschutzgebiet der Antarktis sterben mussten.

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Wieder einmal ist es der IWC nicht gelungen, das Töten der Wale durch die japanische Fangflotte unter dem Deckmantel der Wissenschaft zu stoppen. Stattdessen sind die japanischen Walfänger ihrem Ziel, der Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs, einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

Japan baut in der IWC eine unselige Allianz mit armen Entwicklungsländern auf, die die japanische Lügenpropaganda ernst nehmen und nach Anweisung Japans handeln. Wale mit dem Hunger der Welt in Verbindung zu bringen ist infam, sagt Stefanie Werner, Waleexpertin von Greenpeace.

Anstatt die wertvolle Zeit der IWC zu nutzen, um wichtige Entscheidungen für den dringend notwendigen Ausbau des Walschutzes voranzutreiben, haben sich die Walfanggegner in Diskussionen mit Japan erschöpft. Mit seinem Forschungsprogramm JAPRA II will Japan in Zukunft jährlich 935 Zwergwale und 50 der extrem gefährdeten und geschützten Buckel- und Finnwale jagen.

Bereits auf der Tagung der IWC 2005 hatten 63 eingeladene Mitglieder des wissenschaftlichen Komitees aus 16 verschiedenen Delegationen eine scharfe Kritik am japanischen Forschungsprogramm JAPRA II vorgetragen. Eine noch nie dagewesene Demonstration des Widerstandes gegen den so genannten wissenschaftlichen Walfang der Japaner.

Bei der diesjährigen Tagung dominiert allerdings die Frage, ob die Walfangbefürworter inzwischen eine potenzielle Mehrheit haben. So wurden das globale Fangverbot und das antarktische Schutzgebiet geschwächt und zur Disposition gestellt.

Doch um das Moratorium für die kommerzielle Waljagd zu kippen, müsste eine Dreiviertelmehrheit der Vertragsstaaten für das Ende stimmen. Die endgültige feindliche Übernahme mit den gekauften Stimmen vor allem karibischer, pazifischer und afrikanischer Staaten hat bisher jedoch noch nicht stattgefunden.

Die Walschützer gewannen die Abstimmung über den Fortbestand des Walschutzgebietes im Südpolarmeer. Sie konnten ebenso verhindern, dass die Kleinwale von der Tagesordnung gestrichen oder geheime Abstimmungen eingeführt wurden.

Doch im Gegenzug gelang es Japan, eine Resolution zu seinen Gunsten zu verabschieden. Diese erklärt das Moratorium für nicht mehr notwendig und unterstellt, dass der Hunger armer Staaten direkt mit dem Fischkonsum von Walen zusammenhänge.

Aber mal ehrlich: Selbst die Welternährungsorganisation FAO hegt keinen Zweifel daran, dass an der ernsthaften Krise der weltweiten Fischbestände die Überfischung durch den Menschen Schuld ist!

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