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Robbenschlachten steht bevor

Die kanadische Regierung hat für die Jagdsaison 2008 ihre Jagdquote um zwei Prozent erhöht. 275.000 Robbenbabys dürfen getötet werden. Begründung: Es handle sich um eine kräftige Herde mit 5,5 Millionen Sattelrobben. Zusätzlich dürfen 8.200 Klappmützen-Robben umgebracht werden. Greenpeace kritisiert diese Entscheidung scharf.

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Greenpeace lehnt jegliche kommerzielle Jagd auf Robben strikt ab, sagt Greenpeace-Biologe Jörg Feddern. Es gibt aus unserer Sicht kein Argument und keinerlei Rechtfertigung für dieses alljährlich wiederkehrende Gemetzel auf den Eisflächen vor der Ostküste Kanadas.

Die Robben fürchten sich meist nicht vor Menschen, was dazu führt, dass die Jäger problemlos an die Tiere herankommen. Es ist dann ein Leichtes für sie die wehrlosen Robbenbabys mit den Hakepiks - ein mit Haken versehener Schlagstock - zu erschlagen.

Die Schläge sind aber häufig nicht tödlich. Nach Untersuchungen der Organisation International Fund for Animal Welfare (IFAW) wurden mehr als 30 Prozent der Tiere nur betäubt - und somit lebend gehäutet. Zwar werden inzwischen 90 Prozent der Robben erschossen, dennoch sterben etwa 10 Prozent diesen qualvollen Tod.

Aber nicht nur die grausame Jagd gefährdet die Robbenkinder. Neben Gifteinträgen ins Meer, Lärm und industrieller Meeresnutzung macht auch ihnen der Klimawandel zu schaffen. Die Klimaerwärmung beeinflusst stärker und stärker das ganze polare Ökosystem. Die Folgen sind unabsehbar.

Deshalb fordert Greenpeace, dass mindestens 40 Prozent der Meeresoberfläche als Schutzgebiete deklariert werden. Dort können sich Fischbestände und andere Meeresbewohner regenerieren. Schutzgebiete sind auch für die Fischerei langfristig von Nutzen.

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