Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Regierung stellt Nationale Meeresstrategie vor

Das Umweltministerium hat am Mittwoch die Nationale Meeresstrategie der Bundesregierung vorgestellt. Ziel ist, bis 2020 die Meere zu retten und Problemen wie Überfischung, Verschmutzung und Klimawandel entgegenzutreten. Doch ohne konkrete Schritte zur Umsetzung kann das nicht gelingen.

  • /

Die Nationale Meeresstrategie soll laut Bundesumweltministerium die biologische Vielfalt der Meere für künftige Generationen bewahren. Dabei sollen Nutzungs- und Schutzinteressen in Einklang gebracht werden und die unterschiedlichen Zuständigkeiten in den Ministerien zusammengeführt werden.

In der Strategie werden die negativen menschlichen Einflüsse auf die Lebensräume genannt und es sind auch Ziele für den Erhalt der Meeresartenvielfalt festgehalten. Allerdings müssen dieser Absichtserklärung nun konkrete Schritte folgen.

Der Meeresschutz bleibt so auf der Strecke, sagt Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack. Ein Verbot von Sand- und Kiesabbau und ein Fischereiverbot in Schutzgebieten wie dem Sylter Außenriff muss her. Nur so können sich die Fischbestände und die Natur erholen.

(Autorin: Heidi von Schmidsfeld)

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Weit weg, nah am Herzen

Mehr als 380.000 Menschen unterstützen die Greenpeace-Forderung nach einem Schutzgebiet im Südpolarmeer. Ihre Unterschriften haben Antarktisschützer heute in Berlin übergeben.

Schleichendes Gift

Wenn Verbote zu spät kommen: Große Teile der weltweiten Orca-Bestände stehen vor dem Aussterben. Schuld ist ein Schadstoff, der seit fast 15 Jahren auf der Schwarzen Liste steht.

Zurück – oder in die Zukunft

Die Internationale Walfangkommission steht vor einem Paradigmenwechsel: Will sie weiter nur den kommerziellen Walfang regulieren – oder aktiv zum Schutz der Wale beitragen?