Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Japaner wollen havariertes Walfangschiff reparieren

Das im Südpolarmeer havarierte japanische Walfangschiff Nisshin Maru ist am Sonntag 30 Seemeilen (rund 55 Kilometer) nach Norden abgedriftet. Damit könnte die Gefahr schwinden, dass das Schiff vom Packeis erfasst wird und bei widrigen Winden gegen das Festland der Antarktis gedrückt wird. Per Hubschrauber überwachen Greenpeace-Aktivisten auf der Esperanza die Packeisfront. Von Osten her hatten sich Eisschollen auf das manövrierunfähige Schiff zu bewegt.

  • /

Die Nisshin Maru ist mit über 1000 Tonnen Treibstoff und Chemikalien an Bord zurzeit auch eine große Gefahr für die Umwelt in der Antarktis. Sie befindet sich in der Ross-See, nur rund 175 Kilometer von einer der größten Pinguinbrutstätten der Welt am Cape Adare entfernt. Das Seegebiet wird von Neuseeland kontrolliert.

Die neuseeländische Premierministerin, Helen Clark, hat laut Medienberichten nun Japan aufgefordert, das nach einem Brand mit leichter Schlagseite treibende Schiff so schnell wie möglich aus den hochempfindlichen Gewässern zu entfernen. Dazu stehen ein US-amerikanischer Eisbrecher und das Greenpeace-Schiff Esperanza bereit. Doch die japanischen Walfänger lehnen die Hilfsangebote ab und versuchen stattdessen, das Walfangfabrikschiff wieder flott zu machen.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Zum Wegkrabbeln

Keine Ausreden mehr: Wissenschaftler haben weltweit den Zustand der Arten bewertet, die Fakten sind bekannt. Christoph Thies von Greenpeace erzählt, was das bedeutet.

Klimakiller Kunststoff

Plastik ist schädlich für die Umwelt – so weit, so bekannt. Ein neuer Report beleuchtet einen bislang vernachlässigten Aspekt von Kunststoffen: wie sie den Klimawandel vorantreiben.

Löchrige Lebensversicherung

Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht. Die Wissenschaft fordert ein radikales Umdenken. Was der Weltbiodiversitätsrat empfiehlt, erzählt Christoph Thies von Greenpeace.