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Schiffssicherheits-Aktion vor Gibraltar

Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace haben am Montagmorgen in der Algeciras Bay vor Gibraltar dem Einhüllen-Tanker Vemamagna einen Besuch abgestattet. Vom Greenpeace-Schiff MV Esperanza aus kletterten die Umweltschützer auf den Mast der Vemamagna und entrollten ein Banner: Oil Hazard - Achtung Öl-Gefahr.

Der unter maltesischer Flagge fahrende Tanker der Firma Vemaoil hat eine Transportkapazität von 87.000 Tonnen. Bei der Aktion nahm die Polizei vier Aktivisten und 14 unabhängige Reporter fest.

Seit dem Untergang der Prestige hat sich die europäische Politik kaum geändert, was derartige Gefahrentransporte angeht, kritisiert Juan Lopez de Uralde, Geschäftsführer von Greenpeace in Spanien. Eine derartige Katastrophe kann sich jederzeit wiederholen. Die Algeciras Bay ist eine Zeitbombe, die jeden Augenblick hochgehen kann! Nach Angaben der spanischen Regierung haben im Jahre 2001 knapp 57.000 Transportschiffe die Straße von Gibraltar durchquert. Darunter befanden sich rund 5.000 Öltanker, d.h. bis zu 15 Öltanker täglich fahren diese Route!

Gibraltar spielt russisches Roulette, so Uralde. Gespielt wird um die Meere, solange wir erlauben, dass Einhüllentanker wie die Vemamagna unterwegs sind! Greenpeace fordert ein sofortiges und völliges Verbot von Einhüllentankern sowie strenge, unbegrenzte Haftungsregeln im Fall eines Tankerunfalls. Die Ölkonzerne müssen für die von ihnen verursachten wirtschaftlichen und ökologischen Schäden nach Ölkatastrophen zur Verantwortung gezogen werden können. Dies gilt für die ganze Produktions-, Verarbeitungs- und Transportkette: Sämtliche involvierte Firmen - vom Eigentümer über die Reederei bis zum Ölbesitzer und Charterer - müssen zukünftig für die Folgen einstehen. (mir)

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