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Friedlicher Protest gegen Walfang gewaltsam beendet

Greenpeace-Aktivisten am Rande der IWC-Tagung festgenommen

Während eines friedlichen Protest gegen den Walfang sind am Dienstag zehn Greenpeace-Aktivisten vor dem Tagungshotel der Internationalen Walfangkommission (IWC) von der Polizei des Karibikstaates St. Kitts und Nevis gewaltsam festgenommen worden. Die Aktivisten hatten versucht, 863 Walfluken (Schwanzflossen) für die im vergangenen Winter im Walschutzgebiet der Antarktis getöteten Wale symbolisch als einen Walfriedhof am Strand aufzubauen.

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Das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise hält sich derzeit in karibischen Gewässern auf. Zu Beginn der IWC-Tagung war dem Schiff das Einlaufen in den Hafen von St. Kitts von den Behörden verboten worden.

Dieses gewaltsame Ende unseres friedlichen Protestes ist absurd, sagt Stefanie Werner, Waleexpertin von Greenpeace, vor Ort auf St. Kitts und Nevis. Die wahren Sicherheitsprobleme liegen auf der Hohen See, wo Jahr für Jahr hunderte Wale völlig sinnlos abgeschlachtet werden.

Es ist an der Zeit, dass die IWC diesem Schlachten ein Ende macht, fordert Werner. Die Greenpeace-Aktivisten sind nicht diejenigen, die hier angeklagt werden sollten. Uns geht es allein darum, die Wale und die Umwelt zu schützen.

Eine schwer bewaffnete Einheit der Einwanderungspolizei von St. Kitts hatte die Aktivisten während der Aktion überwältigt und gewaltsam vom Strand entfernt. Derzeit werden die zehn Greenpeacer aus Mexico, Brasilien, Schottland, USA, Protugal, Argentinien und Deutschland auf der Basseterre Polizeistation in St. Kitts festgehalten.

Am Mittwochmorgen um neun Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MESZ) sollen die Aktivisten einem Haftrichter vorgeführt werden. Die rechtlichen Vorwürfe sind derzeit noch unklar. Unter den zehn ist auch Stefanie Werner, die Walexpertin von Greenpeace Deutschland. Die Arctic Sunrise ist inzwischen vor einer der Nachbarinseln, St. Eustasias, vor Anker gegangen.

Währenddessen hat Greenpeace angekündigt, seinen friedlichen Protest gegen den Walfang weiter fortzusetzen. Wir lassen uns nicht einschüchtern, sagt Stefanie Werner. In der nächsten Jagdsaison werden wir in das Schutzgebiet des Südpolarmeeres zurückkehren und dort für die 935 Minkewale und zehn Finnwale kämpfen, die auf der Todesliste der Japaner stehen.

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