Der Rote Thunfisch

Der Rote Thunfisch, auch Blauflossen-Thunfisch oder Atlantischer Thunfisch genannt, zählt zu den Riesen der artenreichen Thunfisch-Familie. Das größte gemessene Exemplar maß knapp fünf Meter, wog über 600 Kilogramm und war ungefähr 15 Jahre alt.
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Thunfische sind ruhelose Schwimmer: Ihr Körper ist kräftig und torpedoförmig - eine ideale Form für langes Schwimmen, durch die sie es auf eine Geschwindigkeit von bis zu 90 Stundenkilometer bringen. Die geselligen Tiere leben in großen Schwärmen und legen bei der Nahrungssuche riesige Entfernungen zurück - sie schaffen die Strecke Europa-Amerika in wenigen Wochen.

Thunfische ernähren sich vor allem von Tinten- und Kleinfischen. Sie sind weltweit verbreitet, bevorzugen jedoch Temperaturen über zehn Grad: Man findet sie um die Kanarischen Inseln bis nach Irland, vor den Azoren bis ins Mittelmeer, vor den Küsten West- und Ostamerikas, Chinas und Japans.

Die größeren Arten leben auch in nördlichen, kälteren Gewässern. Der Rote Thun tummelt sich im Altantik und schwimmt zum Laichen ins Mittelmeer. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden noch zahlreiche Exemplare in der Nordsee gefangen. Doch sein hochwertiges, rotes Fleisch ist in Japan für die Zubereitung von Sashimi heiß begehrt. Für einzelne Tiere werden dort bis zu 150.000 Euro bezahlt. Dadurch kam es in den vergangenen Jahren zur massiven Überfischung der Art. Wissenschaftler gehen davon aus, dass weniger als ein Fünftel des Ursprungsbestandes die gnadenlose Übernutzung überlebt hat.

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