Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Brand auf Walfangschiff im Südpolarmeer

Um viertel vor sechs Uhr am Donnerstagmorgen fing das Greenpeace-Schiff Esperanza im Südpolarmeer einen Hilferuf auf. Das Hauptfabrikschiff der japanischen Walfangflotte Nisshin Maru steht in Flammen. 120 Besatzungsmitglieder müssen evakuiert werden, während rund 30 Walfänger an Bord bleiben und versuchen das Feuer zu bekämpfen. Inzwischen sprechen Medienberichte von einem vermissten japanischen Seemann.

  • /

Die neuseeländischen Behörden, die für Such- und Rettungsmaßnahmen in dem Seegebiet verantwortlich sind, haben ausgeschlossen, dass das Feuer etwas mit den Walschützern vor Ort zu tun habe. Man gehe von einem mechanischen Schaden aus.

Wie Greenpeace inzwischen durch die Medien erfahren hat, wurde ein Hilfsangebot der Esperanza vom japanischen Fischereiministerium in Tokio abgelehnt. Den Berichten zufolge wolle man keine Hilfe von Terroristen. Die Esperanza wird trotzdem in der Nähe bleiben, um gegebenenfalls doch noch zu helfen.

Der neuseeländische Umweltminister, Chris Carter, schließt angesichts der Treibstoff- und Heizölmenge an Bord der Nisshin Maru die Gefahr einer Umweltkatastrophe in dem antarktischen Seegebiet nicht aus. Das Schiff treibt steuerlos in der Ross-See.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Zum Wegkrabbeln

Keine Ausreden mehr: Wissenschaftler haben weltweit den Zustand der Arten bewertet, die Fakten sind bekannt. Christoph Thies von Greenpeace erzählt, was das bedeutet.

Klimakiller Kunststoff

Plastik ist schädlich für die Umwelt – so weit, so bekannt. Ein neuer Report beleuchtet einen bislang vernachlässigten Aspekt von Kunststoffen: wie sie den Klimawandel vorantreiben.

Löchrige Lebensversicherung

Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht. Die Wissenschaft fordert ein radikales Umdenken. Was der Weltbiodiversitätsrat empfiehlt, erzählt Christoph Thies von Greenpeace.