Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Weniger Subventionen für große Ackerbaubetriebe

Die Europäische Kommission hat am Dienstag ihre Reformvorschläge für die Agrapolitik der nächsten Jahre vorgelegt. Unter anderem sollen im sogenannten Health Check die Subventionen für größere Betriebe stärker gekürzt werden.

  • /

Die so frei werdenden Mittel sollen für neue ökologische Maßnahmen zur Verfügung stehen. Die Zeiten, in denen Adelshäuser, Strom- und Lebensmittelkonzerne das meiste Geld aus Brüssel bekommen haben, sind damit hoffentlich bald zu Ende, freut sich Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter.

Denn angesichts der hohen Getreidepreise seien besonders große Ackerbaubetriebe nicht mehr auf staatliche Subventionen angewiesen. Die Vorschläge der Kommission gehen also in die richtige Richtung.

Unverständlich ist allerdings, dass ausgerechnet der deutsche Landwirtschaftsminister Horst Seehofer die Reform am stärksten bremst. Dazu Hofstetter: Während in Bonn die UN-Artenschutzkonferenz um Lösungen ringt, torpediert er den Vorschlag der Kommission, mehr Geld in die Zukunftsthemen Klimaschutz und Artenvielfalt zu stecken.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Mehr schlecht als recht

Nutztiere in Großställen leiden. Auffallend oft jedoch stellen Staatsanwälte Verfahren wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ein. Einen Staatsanwalt zeigt Greenpeace nun an.

Dem Wasser auf den Grund gehen

Wie stark verunreinigt die Massentierhaltung Deutschlands Flüsse, Seen und Bäche? Greenpeace untersucht die Wasserqualität, auch Bürger können eigene Proben testen lassen.

Überhitzt

Europa glüht in der Hitze, in Griechenland, Schweden, Portugal brennen Wälder. Was bedeuten Trockenheit und hohe Temperaturen für Deutschland? Die wichtigsten Antworten.