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Glufosinat - ein Ackergift, das vom Markt gehört!

Am Donnerstag verhandelt der EU-Expertenausschuss in Brüssel darüber, ob die in Bayer-Spritzmitteln verwendete Substanz Glufosinat verboten werden soll. Nach einem Gutachten schwedischer Behörden, das von der EFSA (European Food Safety Authority) abgenommen wurde, drohen Gesundheitsgefahren für Verbraucher, Anwender und die Umwelt. Schweden empfiehlt, Glufosinat vom europäischen Markt zu nehmen.

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Glufosinat wird unter dem Namen Basta oder Liberty vermarktet und wirkt nahezu auf alle Pflanzen toxisch. Eingesetzt wird es als Unkrautvernichtungsmittel vor allem bei Kartoffeln und im Obst- und Weinbau. Eine weitere Verwendung findet das Gift bei Pflanzen, die durch gentechnische Manipulation gegen das Spritzmittel resistent gemacht wurden. Ein bekanntes Beispiel ist der nie zugelassene Bayer Gen-Reis LL601 oder der Gen-Mais, den Bayer derzeit in Brasilien vermarkten will.

Die Diskussion über ein Verbot von Glufosinat findet im Rahmen einer Risikobewertung von 52 Pestiziden statt, die eine EU-Umweltverordnung vorschreibt. Die Risikobewertung wurde von Schweden, dem federführenden Mitgliedsstaat, durchgeführt und von der EFSA überprüft. Jetzt muss die EU-Kommission nach Diskussionen in Expertenausschüssen entscheiden.

Greenpeace fordert ein sofortiges Verbot des Bayer-Spritzmittels! Ein solches Verbot muss sich zudem auf die EU-Zulassungspraxis auswirken. Gen-Pflanzen, die gegen Glufosinat resistent sind, dürfen auf keinen Fall eine Zulassung erhalten! Das gilt auch für den Gen-Reis LL601 von Bayer. Nach dem Gen-Reisskandal der letzten Monate will der Konzern die Probleme am liebsten mit einer Legalisierung der Verunreinigungen lösen!

(Autorin: Maren Borgerding)

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