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Auch Edeka will Pestizide bannen

Edeka startet als sechste und größte deutsche Handelskette ein Programm gegen Pestizide in Obst und Gemüse. Wie Edeka am Mittwoch verlauten ließ, soll künftig nur noch Ware verkauft werden, die mit höchstens 70 Prozent der gesetzlich zugelassenen Höchstmenge belastet ist. Damit reagiert die Supermarktkette auf die miserablen Testergebnisse des letzten Greenpeace-Supermarkttests von Obst und Gemüse.

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Rewe, Tengelmann und Edeka hatten bei dem Greenpeace-Großtest, dessen Ergebnisse am 14. Februar 2007 veröffentlicht wurden, am schlechtesten abgeschnitten. Bei viel zu vielen Proben waren die gesetzlichen Höchstmengen überschritten, oder in den Früchtchen steckten gefährliche Pestizidcocktails und sogar illegale Substanzen. Tafeltrauben, Pfirsiche und Kopfsalat enthielten mehrfach so hohe Pestizidkonzentrationen, dass nach dem Verzehr speziell bei Kindern akute Gesundheitsschäden drohten.

Wir begrüßen, dass jetzt auch die Edeka-Manager erkannt haben, dass sie etwas gegen die gesundheitsgefährdenden Pestizidbelastungen in ihren Produkten tun müssen, sagt Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter. Die mit zirka 16 Prozent Marktanteil größte deutsche Supermarktkette will bei ihrem neuen Qualitätssicherungsprogramm mit dem Freiburger Öko-Institut e.V. zusammenarbeiten. Mit Edeka haben jetzt alle sechs von Greenpeace untersuchten Ketten mit Pestizidreduktionsprogrammen reagiert - sie decken drei Viertel des gesamten deutschen Lebensmittelhandels ab.

Die Programme zur Begrenzung und Reduzierung von Pestiziden in Obst und Gemüse sind ein wichtiger Schritt der Handelsketten, so Manfred Krautter. Es ist überfällig, dass der weit verbreitete Verkauf nicht verkehrsfähiger Ware unterbunden wird und die viel zu hohen Pestizidbelastungen sinken. Ähnliche Maßnahmen erwarten wir nicht nur hier in Deutschland, sondern in ganz Europa! Wir werden darauf achten, dass die neuen Programme zügig und wirksam umgesetzt werden.

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