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Schwindelfrei für saubere Luft

Sechs Frauen und Männer von Greenpeace haben am Mittwoch in Masontown/USA einen rund 213 Meter hohen Kraftwerksschornstein erklommen. Ein weiterer Aktivist umrundete den Schlot an einem motorbetriebenen Fallschirm mit der Aufschrift Clean Energy - Clean Air (Saubere Energie - saubere Luft). Der Protest richtete sich gegen die Energiepolitik der Bush-Administration.

Die Greenpeace-Botschaft war weithin unübersehbar. Die Aktivisten hatten ein riesiges Banner der Länge nach am Schornstein des Kohlekraftwerks Hatfield's Ferry befestigt: Warning! The Bush Energy Plan Kills. Clean Energy Now! (Achtung! Bushs Energieplan tötet. Saubere Energien jetzt!). Eine Warnung, die rund 232 Quadratmeter Platz einnahm.

Die Bannergröße wird dem Ausmaß des Problems gerecht. Hatfield's Ferry und zwei weitere Kraftwerke desselben Betreibers waren unter dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton Gegenstand einer Untersuchung. Dem Energieunternehmen Allegheny Energy wurde vorgeworfen, gegen das Luftreinhaltungsgesetz (Clean Air Act) verstoßen zu haben. Der Fall wurde von der Bush-Administration zu den Akten gelegt, das Gesetz abgeschwächt.

Hatfield's Ferry gehört zu den schlimmsten Dreckschleudern der USA. Einer kürzlich erschienenen Studie zufolge soll das Kohlekraftwerk allein für 237 Fehlgeburten jährlich in der Umgebung von Masontown verantwortlich sein. Durchgeführt wurde sie von denselben Forschern, die im Auftrag der Bush-Administration deren Energieplan ausgewertet hatten.

Jedes Jahr sind Kohlekraftwerke für 38.000 Herzattacken und eine halbe Million Asthmaanfälle verantwortlich, vor allem bei Kindern, sagte Greenpeace-Energieexperte Chris Miller. Saubere Energie dagegen schützt unsere Gesundheit und schafft 40 Prozent mehr Arbeitsplätze. Bush scheint es mehr um den gesunden Profit seiner Freunde in der Öl- und Kohleindustrie zu gehen als um die Gesundheit amerikanischer Familien.

Weitere Aktionsfotos und Informationen finden Sie auf der Internetseite von Greenpeace USA: www.greenpeaceusa.org

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