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Giftfrachter in Estland festgesetzt

Vor dem Giftfrachter Probo Koala im estländischen Hafen Paldiski ist am Montagabend das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise vor Anker gegangen. So soll auf eine EU-Gift-Verbrechensszene aufmerksam gemacht werden. Die Probo Koala ist das Schiff, das vor mehr als einem Monat eine Ladung Giftmüll nach Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste, gebracht und dort illegal entsorgt hat. Folge: Sieben Menschen sind tot und 44.000 Menschen brauchen wegen Vergiftungserscheinungen medizinische Hilfe.

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Es ist unfassbar, dass nach den Todesfällen und den tausendfachen Vergiftungen das Schiff seine Fahrt einfach fortsetzen darf, ohne das irgendeine Behörde einschreitet, erklärt Helen Perivier, Chemieexpertin bei Greenpeace International. Mit business as usual kommt man in diesem Fall nicht weiter. Solange das Schiff, der Besitzer und die Chartergesellschaft nicht zur Verantwortung gezogen werden, hindert sie nichts daran, mit ihrem todbringenden Geschäft fortzufahren.

Greenpeace fordert von den estländischen Behörden, das Schiff zu beschlagnahmen. Die EU-Kommission, als handelndes Organ der EU, muss dafür sorgen, dass das Schiff festgehalten wird, bis es polizeilich untersucht wurde. Die Verantwortlichen für die Toten und Vergifteten müssen vor Gericht gebracht werden.

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