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Tote Delfine für französische Botschaft

Greenpeace-Aktivisten haben am Donnerstagmorgen zwei tote Delfine auf den Stufen vor der französischen Botschaft in London niedergelegt. Die Tiere tragen die typischen Verletzungen durch die riesigen Netze der Gespann-Fischer. Begleitend wurde ein Brief mit der Forderung übergeben, diese fatale Form des Fischfangs endlich zu verbieten. Adressat: der französische Fischereiminister. An ihn wurde auch die Verantwortung für die zwei toten Delfine abgegeben.

Die Crew des Greenpeace-Schiffes Esperanza hatte die Delfineaus dem Wasser geborgen. In einem Umkreis von 19 Kilometern von der Fundstelle beobachteten die Greenpeacer 16 französische Gespann-Fischtrawler.

Oliver Knowles, Meeresexperte bei Greenpeace, sagt: Die französische Gespann-Fischtrawlerflotte ist die größte Europas. Diese zwei toten Delfine sind nur die Spitze des Eisbergs. Tausende von ihnen werden Jahr für Jahr im Ärmelkanal getötet. Die französischen Gespann-Fischer sind zum größten Teil verantwortlich für diese sinnlosen Tode.

Solange die Gespann-Fischerei nicht verboten wird, ist kein Delfin im Ärmelkanal sicher. Die französischen und britischen Regierungen müssen umgehend handeln, so Knowles weiter. Noch bis Ende März wird Greenpeace mit dem Schiff Esperanza im Ärmelkanal unterwegs sein, um Delfine zu retten. (us)

Im laufend aktualisierten Weblog (in Englisch) berichten die Greenpeace-Aktivisten von der Esperanza von ihren Erlebnissen.

Hinweise, was Sie gegen das Delfinsterben tun können finden Sieauf der Seite von Greenpeace Großbritannien.

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