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CITES 2004: Konferenz vergibt viele Hausaufgaben

Einige bedrohte Arten werden in Zukunft besser geschützt. Das ist das Ergebnis der CITES-Artenschutzkonferenz, die am Donnerstag in Bangkok zu Ende ging.

Die Delegierten beschlossen unter anderem Handelsbeschränkungen für den Weißen Hai, mehrere Schildkrötenarten, das Tropenholz Ramin und komplette Handelsverbote für Gelbwangenkakadus und Irawadi-Delfine. Außerdem wurde das Handelsverbot für Minkewale beibehalten.

Die japanische Regierung versuchte bis zum Schluss, Minkewale von Anhang I auf Anhang II des Artenschutzabkommens herabzustufen. Damit wäre ein Wiedereinstieg in den kommerziellen Walfang und der Handel mit Minkewalen möglich gewesen. Trotz der intensiven Lobbyarbeit ließen sich die übrigen Delegationen jedoch nicht beirren und behielten den gegenwärtigen Schutzstatus bei.

Die eigentliche Arbeit beginnt für die Regierungen allerdings erst mit der Umsetzung der vielen neuen Beschränkungen. Die Delegierten gehen mit einer langen Aufgabenliste nach Hause, sagt Greenpeace-Sprecherin Nathalie Rey in Bangkok. Sie müssen sofort anfangen, die während der vergangenen zwei Wochen getroffenen Beschlüsse auch umzusetzen. Das ist eine große Aufgabe, aber der gute Wille, den die Regierungen hier gezeigt haben, muss jetzt in Taten verwandelt werden.

Die spanischen Behörden zeigten am Mittwoch schon einmal, wie's geht: Die Staatsanwaltschaft hob nach eigenen Schätzungen einen der größten Schmugglerringe für Tropenholz aus und beschlagnahmte 33 Tonnen Rio-Palisander (Dalbergia nigra) im Wert von mehr als drei Millionen Euro. Sechs Personen wurden verhaftet. Rio-Palisander, auch Rio-Jacarand, steht auf Anhang I des CITES-Abkommens und darf nicht gehandelt werden.

Das Holz aus Brasilien wurde bei 21 Firmen in Madrid, Cuenca, Granada und Valencia beschlagnahmt. Es wird traditionell zur Herstellung von Saiteninstrumenten verwendet. Die Schmuggler hatten zur Umgehung der Handelsbeschränkungen falsche Namen auf den Handelspapieren angegeben. Die Ermittlungen, die zu dem Erfolg führten, dauern bereits seit 2002 an.

Wir freuen uns über die gute Nachricht, sagt Miguel Angel Soto, Waldexperte von Greenpeace in Spanien. Aber es bleibt noch viel zu tun. Spanien hat im Jahr 2001 rund 860.000 Kubikmeter illegal eingeschlagenes Holz importiert. Das sind rund zehn Prozent aller Holzimporte. Das Holz war schätzungsweise 260 Millionen Euro wert - eine Summe, die den Herkunftsländern de facto gestohlen wurde. (hol)

Wenn Sie mehr über das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) erfahren wollen, lesen Sie unsere Informationen zur CITES-Konferenz in Bangkok.

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