Tipps für den Urlaub ohne Müll

Plastikfrei am Strand

Selbst in der Sonnencreme kann es sich verstecken. Erst einmal am Strand, landet Plastik schnell im Meer. Wir haben praktische Tipps und eine Checkliste für die plastikfreie Urlaubszeit

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Schlagen Sie der Plastikflut im Urlaub ein Schnippchen. Das beginnt schon beim Vorbereiten und Packen:

Nutzen Sie unsere Tipps doch einfach als Checkliste für Ihr Urlaubsgepäck:

Hygiene- und Körperpflegeartikel

Sonnenmilch, Zahnpasta, Peeling, Shampoo, Lotion oder Lippenstift: Unsere Badezimmer sind voller Plastik. Nicht nur in Form von Verpackung – die kommt noch dazu. Viele Pflegeprodukte und Kosmetika enthalten tatsächlich winzige Plastikperlen oder Granulate. Sie dienen als Schleif-, Binde- oder Füllmittel. Plastik wird auch in flüssiger Form eingesetzt, zum Beispiel in Make-up.

Unsere Tipps

  • Plastik abschminken: Kosmetika auf Inhaltsstoffe checken und Produkte mit Mikroplastik vermeiden (dieses verbirgt sich z. B. hinter Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Nylon) – dabei hilft die Smartphone-App „Beat the Microbead“. Bevorzugen Sie Naturkosmetik oder Produkte mit dem „Zero Plastic Inside“-Label. Nutzen Sie unsere Einkaufshilfe fürs Portemonnaie. Oder stellen Sie sich Ihre Kosmetik doch einfach selbst her - wir zeigen wie es geht.
  • Sonnenmilch ohne Acrylates Crosspolymer oder Acrylates Copolymer
  • Wattestäbchen ohne Plastikstiel kaufen.
  • Pflege-Seife statt Duschgel
  • Shampoo in fester Form (nimmt auch viel weniger Platz im Gepäck ein!)
  • Kokos-Fett aus dem Glas statt Bodylotion
  • Zahnpasta als Pulver oder Tabs

Alles für das Strandpicknick

Sie sollten alles wieder mitnehmen können, was Sie für den Strandtag oder das Picknick im Freien eingepackt haben. Generell gilt: Mehrweg ist die bessere Lösung

Unsere Tipps:

  • Anstelle von Frischhaltefolie sollte man lieber zu Mehrwegbehältern aus Blech, Glas und Keramik greifen.
  • Ausreichend Stoffbeutel- oder Taschen einpacken. Im Gegensatz zur Plastiktüte, weht die Stoffalternative am Strand auch nicht so schnell davon.
  • Bio-Kaugummi aus natürlichem Latex anstatt aus künstlichen Polymeren. Herkömmliches Kaugummi verrottet erst nach fünf Jahren. Oder gleich Minz-Bonbons zum Lutschen.
  • Eiswürfelform mitnehmen statt Eiswürfel-Beutel aus Plastik (oder fragen, ob das in der Ferienunterkunft vorhanden ist).
  • Trinkflaschen zum Nachfüllen
  • Thermobecher für den Kaffee vom Strand-Imbiss
  • Auffüllbares Feuerzeug statt Einweg-Variante
  • Teller, Besteck, Becher etc. in der Mehrweg-Variante.
  • Strohhalme aus Stroh

Weitere Strand-Utensilien

Schnell geht am Strand auch mal etwas kaputt oder verloren. Gut, wenn man dann weiß, dass es keinen Schaden anrichten kann.

Unsere Tipps:

  • Flip Flops aus abbaubarem Material kaufen (z.B. aus Naturlatex).
  • Kein Plastikspielzeug, das schnell kaputtgeht.
  • Keine kleinteiligen Plastikspielsachen, die im Sand schnell verloren gehen.
  • Reste von Drachenschnüren können für Vögel tödlich sein – sie gehören immer in den Mülleimer.
  • Luftballons am Strand - besser nicht. 

Der Tag am Meer

Unsere Tipps:

  • Sammeln Sie Müll auf See und an Land ein und unterstützen Sie Umweltinitiativen, Segelvereine und Gemeinden bei Sammelaktionen.
  • Achten Sie darauf, dass Verpackungen nicht weggeweht werden können, egal ob am Strand oder an Bord eines Schiffes.
  • Lieber die Pommes oder den Burger direkt im Strand-Bistro mit Teller und Besteck essen als mit viel Verpackungsmüll direkt am Strand.
  • Obst im Pappschälchen tragen - ohne extra Plastiktüte.
  • Machen Sie in Bars, Cafés und an Strandbuden darauf aufmerksam, dass sie z.B. keinen Senf in Kleinverpackungen möchten, sondern aus dem Spender. 
  • Bio bedeutet oft leider nicht Bio-Verpackung! Daher frisches Obst und Gemüse beispielsweise auf dem Markt oder lose im Supermarkt kaufen.
  • Plastikfrei einkaufen an der Fleisch- und Käsetheke: Zwar sind Supermärkte und Metzger dazu verpflichtet die EU-Hygieneverordnung einzuhalten, aber so lange das eigene Gefäß nicht HINTER die Theke gelangt, ist es möglich ohne Plastik einzukaufen.
  • Zigarettenkippen sind an der Ostsee das häufigste Plastik-Fundstück! Deshalb nicht im Sand ausdrücken, sondern in einer verschließbaren Dose. Und wenn Sie welche beim Strandspaziergang finden: Sammeln und ab damit in den Mülleimer.

Wir wünschen eine tolle Zeit am oder auf dem Meer! Unterstützen Sie unsere Arbeit zum Schutz dieses faszinierenden Lebensraums und werden Meeresschützer auf www.greenpeace.de/wellemachen 

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