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Analysen haben gezeigt, dass im Wasser Erdöl-Derivate wie etwa das krebserregende Benzol, aber auch die Lösungsmittel Toluol und Xylol enthalten sind. Tetrachlorethen gehört außerdem zu der Liste - der Stoff gilt als krebserregend und beeinträchtigt die Fortpflanzung.

Zur Vorsorge wurde die Trinkwasserversorgung aus dem Fluss vorübergehend eingestellt. Etwa 80.000 Menschen sind auf das Wasserangebot in Supermärkten angewiesen. Betroffen ist insbesondere die etwa 79.000 Einwohner zählende Stadt Pontevedra.

Der Chemikalienteppich treibt nun auf das offene Meer zu. Die Mündung des Flusses Umia liegt circa 30 Kilometer südlich von der Chemiefabrik. Dort befinden sich einige der wichtigsten Muschelbänke des Landes - zwei wurden bereits von den Behörden geschlossen.

Die Ursache für den Brand ist noch ungeklärt. Wie die spanischen Behörden mitteilten, trägt das Chemie-Logistik-Unternehmen die Verantwortung für den Vorfall. Brenntag vertreibt unter anderem Pestizide und synthetische Düngemittel für die Landwirtschaft, Kunststoffe und Kosmetika.

Julio Barea, Experte von Greenpeace in Spanien kritisiert: Solche Vorgänge passieren immer wieder - wenn auch in geringerem Ausmaß. Sie führen dazu, dass unsere Flüsse zu reinen Kloaken werden.

Das empfindliche Gleichgewicht der Küstenregion wurde erst vor vier Jahren gestört. Damals waren etwa 40.000 Tonnen hochgiftiges Schweröl aus dem gesunkenen Ölanker Prestige ausgetreten.

(Autorin: Cindy Roitsch)

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